Im Jahr 2025 werden zunächst etwa 110.000 Quadratmeter Fahrbahndecke mit Oberflächenbehandlungen im Kreis Peine saniert. Die Kosten: 900.000 Euro. Nach Informationen des Kreises wurde die Auswahl aller Strecken für die nächsten Jahre vorbereitet, eine genaue Bestimmung, welche Strecken behandelt werden sollen, könne allerdings erst nach der jeweiligen Winterperiode genau festgelegt werden.
Diese Straßen sollen 2025 saniert werden:
■ K 69 Wense zur B 214 inklusive des Neubaus der Ersebrücke: Im ersten Bauabschnitt wird von der Ersebrücke bis zur K 65 voll gesperrt. Die Dauer der Baustelle beträgt etwa zehn bis 12 Monate.
■ K 41 Hohenhameln nach Ohlum: Die Fahrbahn wird für die Sanierung voll gesperrt. Die Bauarbeiten sollen zwischen Frühjahr und Sommer ausgeführt werden.
Die angegebenen Bauzeiten seien nach Informationen des Kreises variabel. Außerdem sind Oberflächenbehandlungen auf verschiedenen Kreisstraßen mit Teilsperrungen in den Monaten März bis Dezember vorgesehen. Weitere Straßen, die saniert werden, sind in einer Vorlage der Verwaltung zu finden. Darunter:
■ K 72 Groß Solschen - Groß Bülten
■ K 66 Ersehof - Neubrück
■ K 58 Ortsdurchfahrt Wedtlenstedt
■ K 56 Denstorf - Richtung Timmerlah
■ K 51 Vallstedt - Richtung Lebenstedt
■ K 47 Dungelbeck - Woltorf
■ K 43 Eddesse - Richtung Dollbergen
■ K 30 Adenstedt - Bierbergen
■ K 21 Fürstenau - Richtung Mittellandkanal
■ K 10 Plockhorst - Richtung Bundesstraße 214
■ K 6 Edemissen - Eddesse
80 Streckenabschnitte mit 450.000 Quadratmetern sind im Kreis Peine sind betroffen. Pro Quadratmeter rechnet der Kreis bei der Oberflächenbehandlung mit Kosten zwischen sieben bis neun Euro. Die Nutzungsdauer der Fahrbahndecken soll um mindestens fünf und bei optimalen Bedingungen bis zu 15 Jahre zu verlängert werden. Wichtig dabei: Die Arbeiten seien nur effektiv, wenn sie im Frühstadium, das heißt bei beginnenden Straßenschäden durchgeführt würden. Und nicht nur Wetterextreme, sondern gegebenenfalls auch durch Änderung der Bitumeneigenschaften durch speziellere Verfahren der Raffinierung von Bitumen werde beobachtet, dass bereits an jüngeren Fahrbahndecken Schäden entstehen, heißt es in der Verwaltungsvorlage.
Doch wodurch unterscheiden sich Oberflächenbehandlungen von höherwertigen Sanierungen? Oberflächenbehandlungen versiegeln und schützen die Fahrbahnoberfläche gegen Witterungseinflüsse, stellen im gewissen Rahmen die Verschleißschicht und die Tragfähigkeit wieder her und sorgten für eine bessere Griffigkeit. Somit könne, wenn ein frühzeitiger Einbau erfolge, die ausgemagerte Oberfläche regeneriert und eine Generalsanierung des Straßenaufbaus um geschätzt mindestens fünf Jahre oder auch deutlich länger verzögert werden. Weitere Vorteile dieses Verfahrens seien: Die Straßen können vollflächig oder teilweise, in kurzer Einbauzeit mit einer Oberflächenbehandlung behandelt werden, Straßensperrungen schneller dadurch aufgehoben werden. Wird der optimale Zeitpunkt für eine Oberflächenbehandlung allerdings verpasst, sei nur noch eine höherwertige Sanierung möglich. Der Quadratmeter kostet dann aber zwischen 14 bis 18 Euro je Quadratmeter. Das würde die Sanierungskosten verdoppeln.