Für den 90 Kilometer langen südlichen Abschnitt der neuen Höchstspannungsleitung zwischen Wahle und Stadorf im Kreis Uelzen hat Tennet nun die entsprechenden Unterlagen zur Feststellung des Planes bei der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) eingereicht.
Nun prüft die NLStBV die Pläne von Tennet zur Ostniedersachsenleitung. Dazu legt die Landesbehörde die Antragsunterlagen öffentlich aus. In der Zeit der öffentlichen Auslegung der Pläne von Tennet zur neuen Ostniedersachsenleitung haben betroffene Grundstückseigentümer, Bewirtschafter, Anlieger und Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit, eine schriftliche Stellungnahme per Post oder elektronisch bei der Niedersächsischen Landesbehörde einzureichen. Die Frist für das Einschicken von Einwänden für den 90 Kilometer langen Abschnitt Süd endet am 21. Mai.
Wie eine Grafik von Tennet zeigt, soll die neue Ostniedersachsenleitung im Kreis Peine vom Umspannwerk in Wahle über Rüper, Wipshausen und Rietze entlang der bestehenden Leitung in Richtung Norden verlaufen. Dann soll sie über die Bundesstraßen 214 und 188 sowie vorbei an Warmse, Böckelse und am Ortsrand von Flettmar im Kreis Gifhorn in Richtung Umspannwerk Stadorf führen.
Bei der Überprüfung der eingereichten Unterlagen wägt die NLStBV die Einwände von Bürgerinnen und Bürgern sowie Naturschutzbehörden und Verbänden oder Kommunen gegenüber den Plänen von Tennet ab. Mit der öffentlichen Auslegung beginnt auch das formelle Beteiligungsverfahren. Die Planungsunterlagen liegen zur allgemeinen Einsicht und Beteiligung für einen Monat in der Zeit zwischen dem 8. April und dem 7. Mai aus.
Um über die eingereichten Planungsunterlagen zu informieren, fährt der Übertragungsnetzbetreiber Ende April mit einem Infomobil durch die Region. Am Mittwoch, 23. April, ist Tennet dann in Wendeburg am Supermarkt „Rewe Bräutigam“, Büssingstraße 2, in der Zeit von 10 bis 13 Uhr. Am Nachmittag, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr werden über die Pläne in Wipshausen am Dorfgemeinschaftshaus, Turnhallenring 2, informiert.
Am Donnerstag, 24. April, ist das Infomobil von Tennet am Supermarkt „Nah und Gut Durasin“ in Ohof, Schwarzer Weg 2, von 10 bis 13 Uhr vor Ort. Am Nachmittag stehen die Tennet-Vertreter auf dem Marktplatz in Lachendorf von 15 bis 18 Uhr Rede und Antwort.
Sollte es zu einem Beschluss der Planfeststellung kommen, steht dann die Baugenehmigung für die neue Ostniedersachsenleitung. Nach Angaben von Tennet umfasst der Beschluss dann alle erforderlichen Genehmigungen, die es für den Bau der Starkstromleitung benötigt. Sobald ein solches Projekt private und öffentliche Interessen berührt, ist das sogenannte Planfeststellungsverfahren notwendig.
Nach Angaben von Tennet soll das laufende Verfahren zu den Plänen im vierten Quartal 2026 abgeschlossen sein. Dann kann der Übertragungsnetzbetreiber bei entsprechender Zusage mit den Bauarbeiten für den Südabschnitt der neuen Leitung beginnen.
Die Ostniedersachsenleistung verbindet nach Angaben von Tennet den Südosten Niedersachsens mit dem windreichen Norden und sichert die Stromversorgung „im industriellen Herzen von Niedersachsen“. Darüber hinaus soll über die neue Leitung Strom abtransportiert werden, der in der Region aus erneuerbaren Energien erzeugt worden ist. Damit sei die Ostniedersachsenleitung ein wichtiges Projekt für die deutsche Energiewende.