In der Regel tagt das oberste Gremium der Gemeinde im Sitzungssaal des Rathauses im Kernort. Während der Corona-Pandemie wurde in die Aula der Grundschule Drachenstark ausgewichen. Das hatte einen guten Grund: Dort stand ausreichend Platz zur Verfügung, um die geforderten Abstände einzuhalten. Warum nun Abbensen?
„Mir liegt sehr daran, die Transparenz und Bürgerfreundlichkeit der Gemeindeverwaltung weiter zu verbessern. Deshalb möchte ich künftig die Ratssitzungen nicht nur im Rathaus, sondern auch in verschiedenen Ortschaften der Gemeinde abhalten“, erklärt er.
Seine Hoffnung ist, dass mehr Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, an den Sitzungen teilzunehmen und sich aktiv in die Entscheidungsprozesse einbringen. „Es ist mir wichtig, dass wir als Gemeinde näher zusammenrücken und die Anliegen aller Ortsteile gleichermaßen berücksichtigen“, sagt Faust.
Geeignete Räumlichkeiten gebe es bei näherer Betrachtung zwar nicht in allen, aber doch in vielen Orten. Die Wahl der ersten Sitzung außerhalb des Kernortes sei aus einem ganz pragmatischen Hintergrund auf Abbensen gefallen: „Es ist in der alphabetischen Reihenfolge die erste Ortschaft der Gemeinde“, so der Bürgermeister.
An zweiter Stelle käme demnach Alvesse, wo gerade ein neues Dorfgemeinschaftshaus entsteht. „Ich würde mich sehr freuen, wenn das Gebäude zur nächsten Sitzung im Juni schon zur Verfügung stehen würde und wir es dann bei der Gelegenheit gleich in Augenschein nehmen könnten“, blickt er voraus.
■ Reduzierung der Zahl der Ratsmitglieder: Die Fraktion Bündnis 90/Grüne hat den Antrag gestellt, für die nächste Wahlperiode die Zahl der zu wählenden Ratsmitglieder von 30 auf 24 zu reduzieren.■ Bauliche Entwicklung des Gebäudes Eichenweg 1 (ehemalige Volksbank): Die Verwaltung hat den Vorschlag unterbreitet, das Gebäude so umzugestalten, dass es multifunktional genutzt werden kann und auch Vereinen zur Verfügung steht.■ Zweckvereinbarung für einen Atemschutzgeräteverbund: Die Gemeinde Edemissen möchte gemeinsam mit den anderen kreisangehörigen Gemeinden, der Stadt Peine und dem Landkreis Peine einen Atemschutzverbund schaffen.