„Für das Erdgeschoss wurde ein multifunktionales Nutzungskonzept entwickelt“, heißt es darin. Dadurch soll es künftig den Bedürfnissen nach einem zentralen Gebäude als Begegnungsstätte sowie für die Nutzung durch Vereine und auch für private Feiern gerecht werden.
Dieser Wunsch wurde immer wieder geäußert und war eines der großen Themen der jüngsten Kommunalwahl, nachdem das Gasthaus Redecke seit der Schließung nicht mehr als Versammlungsort zur Verfügung steht. Bürgermeister Tobias Faust (SPD) hatte bei seiner Bewerbung um dieses Amt zugesagt, sich um eine Lösung zu bemühen. „Dem fühle ich mich immer noch verpflichtet“, betont er.
Aber die Räumlichkeiten sollen multifunktional nutzbar sein und auch als zusätzlicher Raum für Sitzungen politischer Gremien und Facharbeitsgruppen zur Verfügung stehen. Das solle zur Entlastung und als Ergänzung der Raumsituation im Rathaus dienen, heißt es in der Beschlussvorlage.
Dafür soll eine entsprechende Medientechnik und Möbelausstattung vorgesehen werden. Zudem sind ein Stuhl- und Tischlager geplant, ebenso wie eine Küche mit Ausgabe iin Richtung Saal.
Dieser soll aus zwei Raumteilen bestehen, die rund 100 beziehungsweise rund 69 Quadratmeter groß sind. Sie können unabhängig voneinander oder auch als großer Saal genutzt werden. Neben den notwendigen Sanitär- und Versorgungsräumen bleibe dann noch Platz für zwei Büroräume, die vom Rathaus flexibel als Ausweich- und Ergänzungsbüros genutzt werden können, so die Idee.
Die Räume im Keller sind nicht als Aufenthaltsräume geeignet. Deshalb soll dieser Bereich vorwiegend als Lagerraum und als gesicherter Raum für den EDV-Server genutzt werden. Die äußere Erscheinung wird sich verändern: Die markante Glasrotunde soll laut dem Verwaltungsvorschlag zurückgebaut werden. Sie sei „prägend, aber unfunktional“, heißt es. An ihrer Stelle soll der frühere Eingang und Windfang zum Eichenweg rekonstruiert werden.
Im Finanzhaushalt für 2025 sind für dieses Projekt 100.000 Euro veranschlagt. Die Planungen werden in den zuständigen Gremien vorgestellt und müssen letztlich vom Gemeinderat verabschiedet werden, damit die Verwaltung die Ausschreibungen der Ingenieurleistungen und die notwendigen Anträge zur Baugenehmigung stellen kann.
Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung, die am Montag, 31. März, um 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Abbensen beginnt. Das Gebäude wird seit einem Sprengstoff-Anschlag im Januar 2022 nicht mehr genutzt. Es wurde Ende 2023 für 400.000 Euro von der Gemeinde Edemissen gekauft. Seither laufen die Überlegungen zur Nachnutzung.
Im Erdgeschoss gibt es eine Nutzfläche von rund 360 Quadratmetern und es gibt einen Vollkeller. Die Grundstücksfläche beträgt gut 2.000 Quadratmeter.
Die Volksbank Brawo war nach dem Anschlag zunächst in einem Übergangsdomizil und hat inzwischen neue Räume im Wohnpark am Pfarrgarten bezogen.
Dieser Umzug sei von langer Hand geplant und der Mietvertrag schon unterschrieben gewesen, bevor es zur Sprengung kam, sagte der Leiter der Brawo-Direktion Peine, Stefan Honrath, bei der Einweihung der neuen Räume.