Der bisherige, seit 44 Jahren erfolgreiche HWG-Vereinsvorsitzende Hans-Hinrich Munzel übergab sein Amt an den neuen Vorsitzenden Marcus Wedig. Munzel wurde einstimmig von den Mitgliedern zum HWG-Ehrenvorsitzenden gewählt.
Neben Frank Wedig setzt sich der neue Vorstand aus Uwe Freundel (Beisitzer), Frank Neubauer (Stellvertretender Vorsitzender), Josefine Wismer (Schriftführerin) und Jörg Weigang (Schatzmeister) zusammen.
Ganz besonders hatte sich der scheidende Vereinsvorsitzende Hans-Hinrich Munzel für die Erstellung und Fortschreibung des Mietspiegels für den Landkreis Peine eingesetzt. Der ermöglichte Mietern, Vermietern und Behörden mehr als 40 Jahre lang – von 1980 bis 2021 – unkompliziert die ortsübliche Vergleichsmiete im Landkreis Peine festzustellen. Eine Vielzahl von Streitigkeiten und Prozessen konnte dadurch vermieden werden. Derzeit führen die HWG-Vereinsjuristen pro Jahr etwa 1.000 Präsenz- und Telefonberatungen für die knapp 2.000 Mitglieder durch. Daneben steht den Vereinsangehörigen ein umfangreicher Formulardienst zur Verfügung, verbunden mit zahlreichen weiteren Serviceleistungen.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung freuten sich die Anwesenden über drei informative Kurzvorträge: Darin ging es um den Einsatz erneuerbarer Energien in Wohngebäuden, um günstige Finanzierungsmöglichkeiten bei der Modernisierung der eigenen vier Wände und Beteiligungsanteile der Mieter für energetische Projekte zugunsten der Mietwohnung.
■ Alexander Eckolt, der für die Stadtwerke Peine im Bereich Energiewirtschaft zuständig ist, stellte in seinem Vortrag einige Möglichkeiten vor, wie die Energiezukunft gemeinsam gestaltet werden kann. Unter anderem gebe es die begrenzte Möglichkeit, das Fernwärmenetz in Teilen der Kernstadt Peine zu nutzen. Auch die elektrische Wärmepumpe, die Nutzung von Direkt-Strom und Photovoltaik könne für die Heizung der Zukunft sinnvoll sein. Welche Art der Heizung zukünftig eingesetzt werden sollte, ist laut Eckolt „vom baulichen Zustand der jeweiligen Gebäude abhängig“.
Die Beurteilung könnten Fachleute, wie Energieberater,und Handwerksfachbetriebe, am einzelnen Objekt ermitteln. Diese Fachleute seien für die Vorgabenprüfung und Förderungsanträge unter Berücksichtigung aller mehrfach geänderten staatlichen Vorgaben geeignet.
■ In den weiteren Beiträgen stellte Jessica Knackstedt von der Sparkasse einige Immobilien-Finanzierungsmöglichkeiten für die Modernisierung vor.
■ Die rechtliche Seite für Mieter und Vermieter beleuchtete Fachanwalt Uwe Freundel. Sein Rat lautet: „Binden Sie rechtzeitig ihren Mieter in die Modernisierungs-Maßnahmenplanung ein. Versuchen Sie, eine einvernehmliche Einigung zu erzielen – das spart unnötigen Ärger."