Sie war höher als das rund 20 Meter hohe Bau-Skelett des Postgebäudes und wurde mit einer Kette am langen Ausleger eines Schwerlastkrans aufgehängt. Hinter der Schutzplane krachte der Abriss-Bagger mit seinem Aufsatz in die Beton-Fassade und riss Stück für Stück Elemente ab. Mit Wasser aus einem Schlauch wurde der Staub ebenfalls gebunden.
Die XXL-Schutzplane soll wieder zum Einsatz kommen, wenn die Front mit dem einstigen Hauptgebäude abgerissen wird.
Trotz Winterwetter- das Fachunternehmen versucht so zügig wie möglich weiterzuarbeiten, um weiterhin im Zeitplan zu bleiben. „Sobald das Gebäude zerlegt ist und die Abfälle getrennt wurden, erfolgt die Abfuhr – das soll noch im Januar 2026 erfolgen", erläutert Christoph Wilhelm, Sprecher des Investors Cureus. Der Bauprojektentwickler aus Hamburg will auf dem riesigen Areal eine Seniorenresidenz mit 124 Pflegeplätzen und 24 Wohneinheiten bauen. Auch gewerbliche Einheiten, die einen Zusammenhang zur Nutzung als Seniorenheim haben, sind laut Bebauungsplan im Gebäude erlaubt. So könnten theoretisch zum Beispiel auch ambulante Pflegedienste, Physiotherapie-Praxen, Friseure, Café- und Restaurant-Betreiber oder Fußpflege-Studios hier einziehen. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Unter anderem wird für den Unterbau des neuen Gebäudes eine Tragschicht errichtet. Dafür soll ein Teil der Betonreste vom Abriss genutzt werden, die auf dem Areal verbleiben und vor Ort kleingebrochen und als Recyclingmaterial aufbereitet werden. „Das schont die Materialkreisläufe“, sagt Cureus-Sprecher Wilhelm. Alsbald erwarte sein Unternehmen auch die Baugenehmigung, „um im Frühjahr mit den Erdarbeiten für den Neubau starten zu können“.