Seit Mitte August des vergangenen Jahres wird unter dem zentralen Platz der Fuhsestadt an einem neuen Niederschlagswasserkanal gebaut. Federführend ist die Stadtentwässerung Peine, die dort einen leistungsfähigen Sammler für Regenwasser verlegt. Ziel der massiven Bauarbeiten ist es, die Abfluss-Situation im Einzugsgebiet Woltorfer Straße und am Schützenplatz dauerhaft zu verbessern und Überschwemmungen bei Starkregen deutlich zu reduzieren. In den vergangenen Jahren war der Schützenplatz immer wieder großflächig unter Wasser geraten.
Verlegt wurden hier massive Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimetern. Hinzu kommen Verteilerbauwerke, Schächte und Anbindungen an bestehende Kanäle. Unter dem Platz entsteht damit einer der wichtigsten neuen Regenwasserwege der Stadt. Die Arbeiten sind technisch anspruchsvoll, denn unter der Oberfläche verliefen zahlreiche ältere Leitungen, die berücksichtigt werden mussten. Während der Bauarbeiten stießen die Arbeiter auch auf unerwartet harte Schotterschichten und eindringendes Schichtenwasser, was zusätzliche Sicherungs- und Abdichtungsschritte erforderlich machte. Das Projekt soll insgesamt 800.000 Euro kosten.
Nun ist das Projekt zu rund 90 Prozent fertiggestellt. Das teilte Petra Kawaletz, Sprecherin der Stadtentwässerung, mit. „Die umfangreichen Bauarbeiten zur Herstellung eines Niederschlagswasserkanals im Bereich der Nordseite des Schützenplatzes stehen kurz vor dem Abschluss“, erklärt sie. Verzögert worden sei der Bau nochmals vor allem durch den anhaltenden Frost. „Die Bauarbeiten wurden durch das winterliche Wetter erheblich verzögert und konnten erst kürzlich wieder aufgenommen werden.“
Nach dem derzeitigen Zeitplan werden noch etwa zwei Wochen für die verbleibenden Kanalbauarbeiten benötigt. Danach folgt die Wiederherstellung der Oberfläche. Die neue Pflasterung soll voraussichtlich rund vier Wochen dauern. „Eine zügige Fertigstellung setzt weiterhin eine gute Witterung ohne Dauerregen oder Frost voraus“, betont Kawaletz. Geplant ist, die Arbeiten an dem Projekt Mitte April abzuschließen.
Damit rückt auch das Ende der monatelangen Einschränkungen für die Peiner näher. Während der Bauphasen kam es immer wieder zu Sperrungen, Umleitungen und Verkehrsstaus. Auch der öffentliche Nahverkehr war betroffen. Für Anwohner, Pendler und Besucher bedeutete die Baustelle eine erhebliche Belastung. Bereits im Herbst hatte sich der Zeitplan wegen der schwierigen Bodenverhältnisse um mehrere Wochen verschoben.