Am Montag, 23. Februar, geriet das Auto des Mannes auf der Bundesstraße bei Gadenstedt in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit dem entgegenkommenden Fahrzeug. In dem frontal erfassten Mitsubishi saß eine 42-jährige Frau mit einem 15-jährigen Jugendlichen. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden. Die Insassen hatten indes Glück im Unglück. Mit nur leichten Verletzungen kamen der 38-Jährige und die 42-Jährige vorsorglich in ein Krankenhaus. Der Jugendliche blieb unverletzt. Für die Aufräumarbeiten und die Unfallaufnahme blieb die B444 für rund eine Stunde voll gesperrt. Gegen 14 Uhr gab die Polizei die Straße in beide Fahrtrichtungen wieder frei.
Auf Nachfrage dieser Zeitung teilte ein Polizeisprecher mit, dass der 38-Jährige offenbar zum Unfallzeitpunkt von seinem Smartphone abgelenkt war. Und hat womöglich – wie viele andere Autofahrer auch – die Folgen der kurzen Ablenkung unterschätzt: Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden auf das Smartphone blickt, legt fast 30 Meter quasi im Blindflug zurück. Im Jahr 2024 waren bundesweit rund 380.000 Autofahrer mit Handy am Steuer erwischt worden, obgleich es verboten ist. Die Zahl der erfassten Unfälle durch derartige Ablenkung in Niedersachsen stieg von 307 im Jahr 2022 auf 318 im Jahr 2024.
Ende Januar erst hatten Experten auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar gefordert: Wer beim Autofahren das Handy in die Hand nimmt, solle künftig regulär zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg bekommen. Zudem solle das Bußgeld für Handy-Vergehen auf mindestens 250 statt bisher 100 Euro angehoben werden.