Schwäbisch Gmünd - Wer nicht zum ersten Mal vor den Traualtar tritt, sondern zum zweiten Mal heiratet, sollte bei der Feier besonderen Wert auf die Sitzordnung legen - und lieber nichts dem Zufall durch eine freie Sitzwahl überlassen. „Dabei stehen die Wünsche des Brautpaares im Vordergrund - es kennt seine Gäste am allerbesten, kann Grüppchen aus Familienangehörigen und Freunden bilden und soziale Dynamiken berücksichtigen“, sagt die Hochzeitsberaterin Susanne Helbach-Grosser.
Sie rät, dass das Brautpaar dabei schon bei der Planung ehrlich die Frustrationstoleranz des neuen Ehepartners abklopfen sollte. Dazu gehöre auch, feinfühlig zu bedenken, wie das Verhältnis des neuen Partners zum Ex-Partner oder zu den Gästen ist, die schon mit dem früheren Ehepaar befreundet waren. „Ist ein Eklat zu befürchten, sollten die entsprechenden Personen weit voneinander platziert werden“, empfiehlt Helbach-Grosser.
Auch von den Gästen ist Fingerspitzengefühl gefragt, damit sie zum guten Gelingen einer erneuten Heirat beitragen. Falls der Stammfreundeskreis aus der vorherigen Ehezeit erneut mit von der Partie ist und wieder „lustige“ Spielchen bei der Feier plant, gilt für Helbach-Grosser: „Es sollten nie, nie, niemals die gleichen sein wie beim ersten Mal!“
Generell mahnt sie zu Contenance: Es sei „sehr stillos, sich als Gast nicht im Griff zu haben und eventuell das Fest zu verderben“. (dpa)