Hinter der Premiere steckt vor allem die Idee, neue Besuchergruppen nach Peine zu holen und die Innenstadt mit einem besonderen Erlebnisformat zu beleben. „Wir wollten ein ganz neues Format in Peine testen“, erklärte Peine-Marketing-Geschäftsführerin Anja Barlen-Herbig.
Grundlage seien Analysen gewesen, welche Zielgruppen im Umkreis von rund 50 Kilometern angesprochen werden könnten. „Wir haben auch sehr viele junge Menschen, die besondere Erlebnisse suchen. Deshalb bieten wir jetzt ein kreatives Format an, das genau das leisten soll.“
Gemeinsam mit der Kaufmannsgilde habe Peine Marketing deshalb ein Konzept entwickelt, das Kunsthandwerk, Kulinarik und Innenstadtbummel miteinander verbindet. „Es geht darum, Menschen aus nah und fern nach Peine zu holen“, sagte Barlen-Herbig. Die Kaufmannsgilde sei dabei ein „wertvoller Partner“.
Auch Peines Bürgermeister Klaus Saemann sieht in dem Festival einen weiteren Baustein zur Belebung der Innenstadt. „Es ist ein zusätzliches Format, mit dem wir versuchen, Frequenz in die Innenstadt zu bekommen“, sagte Saemann.
Kunst und Kultur seien dabei „ein dankbares Thema“, weil sie unterschiedliche Altersgruppen ansprechen würden. Besonders spannend finde er, dass die Veranstaltung bewusst von Donnerstag bis Sonnabend stattfindet. „Einfach mal ein bisschen in die Woche reinzugehen“, erklärt Saemann die Idee. Wenn das Wetter mitspiele, könne das Festival „ein toller Erfolg“ werden. Davon profitierten am Ende Gastronomie, Einzelhandel und die gesamte Innenstadt.
Wie vielfältig das Angebot ausfallen soll, erläuterte Eventmanagerin Fabienne Freder. Insgesamt bis zu 32 Stände werden aufgebaut. Mit dabei seien sowohl lokale Anbieter als auch Händler aus weiter entfernten Regionen – sogar aus den Niederlanden. „Das Sortiment reicht von Schmuck, Lederwaren, Keramik und Holzarbeiten bis hin zu Bürsten, Seifen, Edelsteinen und handgemachter Dekoration“, zählte Freder auf.
Daneben spielt auch Kulinarik eine wichtige Rolle. Besucher können unter anderem Honig, Gewürze, Käse, Olivenöl, Lakritz, Mandelgebäck oder Weine entdecken. „Also wirklich querbeet – alles, was das Herz begehrt“, sagte Freder.
Auch die Kaufmannsgilde setzt Hoffnungen in das neue Format. „Wir freuen uns, wenn wir Frequenz in die Innenstadt und in die Geschäfte bekommen“, sagte Vorstandsmitglied Sören Stolte. Gerade ohne verkaufsoffenen Sonntag sei es spannend zu sehen, wie sich die Veranstaltung entwickle. Stolte erinnerte zudem an frühere Veranstaltungen wie den Krammarkt: „Das hier ist jetzt ein wenig anders. Da geht es auch um Kulinarik.“
Für zusätzliche Atmosphäre sorgt am Sonnabend die Open Stage auf dem Historischen Marktplatz. Dort spielt von 10.30 bis 14.30 Uhr das Duo „Ma Y Be“ mit einem Mix aus Rock, Jazz und Pop.