Die neuen Kleinen Könige
Das sind die kleinen Könige des Peiner Freischießens

Sie sind zwischen 20 und 72 Jahre alt und vertreten beim diesjährigen Peiner Freischießen ihre Korporationen als Kleine Könige. Das sind die Geschichten hinter den neuen Würdenträgern.

NBC: Andre Fromme

Dass sein Name bei der Proklamation aufgerufen wurde, kam für Andre Fromme vom Neuen Bürger-Corps (NBC) überraschend. Der 20-Jährige ist erst seit zwei Jahren in der Korporation und schaffte die Königswürde bereits bei seiner zweiten Teilnahme am Schießen. „Es ist ein sehr schönes Gefühl, derjenige zu sein, der den besten Schuss abgegeben hat“, sagt er. 2023 war er Jugendkönig.

CdB: Jan Tassilo Köther

Jan Tassilo Köther vom Corps der Bürgersöhne (CdB) trägt den Titel des Kleinen Königs zum zweiten Mal in Folge. Der 29-Jährige ist seit neun Jahren aktiv. Er schätzt die Gemeinschaft und die vielen Termine während des Freischießens. „Es ist schön, überall mit hinzukommen und das Jahr als König zu erleben“, betont er.

Walzwerker: Hartmut Gaus

Mit 72 Jahren ist Hartmut Gaus vom Peiner Walzwerker Verein der älteste Kleine König des Jahres. Gleichzeitig bringt er die meiste Erfahrung mit. Offiziell gehört er seinem Verein seit 1969 an. Die aktuelle Königswürde ist bereits seine sechste. „Wir haben im Verein als Kleine Könige nicht allzu viele Verpflichtungen, den Titel kann man also im Grunde genommen locker mitnehmen“, erzählt Gaus.

Schützengilde: Jürgen Rudolph

Lange musste Jürgen Rudolph auf den großen Moment warten. Der 62-Jährige gehört der Schützengilde zu Peine seit 16 Jahren an. Immer wieder landete er knapp hinter den Erstplatzierten. „Ich war oft Zweiter oder Dritter“, berichtet er. Umso größer war die Freude, als es diesmal für den Titel reichte.

TSV Bildung: Florian Brandes

Florian Brandes vom TSV Bildung Peine hatte nicht damit gerechnet, Kleiner König zu werden. Der 55-Jährige stand während der Verkündung sogar hinter der Theke. „Ich war mir ziemlich sicher, dass ich extrem schlecht geschossen hatte“, erzählt er.

BJC: Benjamin Brandes

Für Benjamin Brandes vom Bürger-Jäger-Corps (BJC) war der Moment der Proklamation besonders emotional. Der 38-Jährige ist seit 19 Jahren Mitglied und engagierte sich zuvor sieben Jahre in der Vereinsjugend. „Es ist Gänsehaut pur“, beschreibt er das Gefühl, als König ausgerufen zu werden.

Vater Jahn: Sönke Bild

Sönke Bild (27) vom MTV Vater Jahn Peine hat immer wieder versucht, Kleiner König zu werden. Sein Großvater war selbst einmal Kleiner König. „Ich wollte ihm die Freude bereiten, das zu seinen Lebzeiten noch einmal mitzuerleben“, erzählt Bild.

Als es nun klappte, freute sich der inzwischen 90-jährige Großvater besonders. Er habe sogar vorgeschlagen, die neue Königsscheibe bei sich aufzuhängen - neben seiner eigenen von 2008. Daraus wird nichts: „Ich habe schon Platz im Wohnzimmer gemacht. Aber es ist schön, dass mein Opa das noch miterleben konnte“, erzählt Bild.

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