Bundesweiter Gemeindecheck: Peine schneidet gut ab
Platz 249 von 10.817 – Institut der deutschen Wirtschaft hat Kommunen in fünf Kategorien bewertet

Ein Blick auf die Stadt von oben: Peine hat im bundesweiten Gemeindecheck einen guten Platz belegt.Foto: Ralf Büchler
Kreis Peine. Die Versorgung mit Ärzten und Schulen, schnellem Internet, guter Verkehrsanbindung und Freizeitangeboten: All das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in 10.817 Kommunen im ganzen Bundesgebiet miteinander verglichen und ein Ranking erstellt. Der Kreis Peine erzielte beim diesjährigen Gemeindecheck ein gutes Ergebnis – ganz besonders die Stadt. Denn die landete bundesweit auf Platz 249 und bekam die Gesamteinstufung „sehr gut“.

Für den Gemeindecheck hat das Institut die Kommunen anhand von 17 Indikatoren in fünf Bereichen unter die Lupe genommen. In der Kategorie „Digital“ ging es um Mobilfunkabdeckung und Breitband-Verfügbarkeit, während im Bereich „Gesundheit“ die Erreichbarkeit von Hausärzten, Krankenhäusern, Apotheken und Pflegeeinrichtungen überprüft wurde. Bei „Mobilität“ waren es die Qualität von Brücken, Verbindungen, Schienenregionalverkehr sowie die Anbindung an Autobahn und Flughafen.

Die Erreichbarkeit von Schwimmbädern, Theatern und Museen war Teil der Kategorie „Freizeit“. Schließlich gab es noch den Bereich „Bildung“ mit der Erreichbarkeit von Grundschulen, weiterführenden Schulen und Gymnasien sowie die Versorgung mit Kitas.

In vier der fünf Kategorien erreichte die Stadt Peine einen dreistelligen Rang im bundesweiten Vergleich: 796 bei „Freizeit“, 846 bei „Digital“, 864 bei „Mobilität“ und 902 bei „Gesundheit“. Nur im Bereich „Bildung“ ist die Platzierung mit 1.668 vierstellig – aber bei insgesamt 10.817 Kommunen immer noch alles andere als schlecht.

Die Gemeinden im Landkreis Peine schnitten zwar nicht so herausragend ab wie die Stadt, doch immerhin drei von sechs bekamen ebenfalls die Gesamteinstufung „sehr gut“ vom IW. Konkret sind dies die Gemeinden Ilsede (Rang 1.015), Lengede (Rang 1.146) und Wendeburg (1.458). Mit „gut“ wurden die Gemeinden Vechelde (Rang 2.193), Edemissen (Rang 2.710) und Hohenhameln (Rang 3.931) eingestuft.

Wobei klar anzumerken ist, dass die direkten Vergleiche zwischen Städten und Gemeinden generell nicht ganz fair sind. So gibt es beispielsweise im ländlichen Raum in der Regel weniger Krankenhäuser als in der Stadt. Dennoch können gleich zwei Gemeinden im Kreis Peine in der Kategorie „Mobilität“ punkten: Lengede kam im bundesweiten Ranking auf Platz 443, Edemissen sogar auf Platz 304 – und damit auch höher als die Stadt Peine.

Und wie haben die Nachbarkommunen abgeschnitten? Die Stadt Hildesheim landete mit dem Ergebnis „sehr gut“ auf Rang 51. Von den 19 weiteren Gemeinden des Landkreises erzielten neun ebenfalls die Einstufung „sehr gut“, sechs kamen auf „gut“ – vier allerdings nur auf „mittel“. Die Stadt Salzgitter landete im bundesweiten Vergleich auf Platz 403, Braunschweig auf Platz 102. In der Region Hannover erzielten alle Gemeinden bis auf eine das Ergebnis „sehr gut“, die Stadt Hannover landete sogar bundesweit auf Platz 16.

Zwar erzielten alle Städte und Gemeinden im Landkreis Gifhorn das Gesamtergebnis „gut“ oder „sehr gut“, doch ist 810 der beste Platz im Gesamtranking – es ist die Gemeinde Calberlah. Die Stadt Gifhorn kam lediglich auf Platz 1.651, wobei auch das noch für „sehr gut“ reichte. In Gifhorn gibt es einen naheliegenden Grund für das Abschneiden: Die Stadt hat, im Gegensatz zu Peine, keine Autobahn in unmittelbarer Nähe. Das hatte im Gemeindecheck deutliche Auswirkungen auf den Rang „Mobilität“.

Übrigens: Das bundesweit beste Gesamtergebnis erzielte das 23.000-Einwohner-Städtchen Haar bei München. Ganz unten auf Platz 10.817 landete die Ortsgemeinde Hirschtal in Rheinland-Pfalz.

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