Stadtbaurat Michael Tacke begrüßte Vertreterinnen und Vertreter der politischen Gremien sowie Akteure und Akteurinnen, die zur Mitarbeit für die Kommunale Wärmeplanung eingeladen waren und deren Mitarbeit benötigt wird. Das Ziel ist, für die Stadt eine wirtschaftliche, verlässliche, nachhaltige und von fossilen Rohstoffen unabhängige Wärmeversorgung sicherzustellen. Der Weg dahin ist eine ine Bestandsaufnahme der Gebäude, des Wärmebedarfs, der aktuellen und künftigen Wärmeversorgung.
Gemeinsam sollen in den Lösungen entwickelt werden. Dafür arbeitet die Stadt mit dem Planungsbüro d-fine GmbH zusammen. Projektleiter Dr. Robert Beestermöller erklärte mit seinem Team den Ablauf der Kommunalen Wärmeplanung. Nach Bestands und Potenzialanalyse folgen das Zielszenario und die Umsetzungsstrategie. Wie kann die Wärmeversorgung in Salzgitter den Jahren 2030, 2035 und 2040 aussehen und welche Maßnahmen sind jeweils dafür erforderlich? Das fragen sich die Planer. Zur Beantwortung ist eine umfassende Datenerhebung erforderlich.
Für die erste Kommunale Wärmeplanung benötigt das Büro die Mitarbeit und Unterstützung von den Akteurinnen und Akteuren vor Ort, den Interessengruppen und den Bürgerinnen und Bürger in Form von Daten, Informationen, Vorschlägen. In Zusammenarbeit mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt wird die d-fine GmbH diese Zahlen zusammenstellen und auswerten.
Erste vorläufige erste Ergebnisse der Bestandsanalyse liegen bereits vor: 84 Prozent der Heizsysteme basieren auf Erdgas. In Salzgitter ist der Wärmebedarf der Industrie am größten. Ein Vorteil ist die Abwärme, die genutzt und ausgebaut werden kann. Das in Lebenstedt bereits bestehende Fernwärmenetz bietet sich zum Ausbau an und befindet sich zum Teil schon im Ausbau. Salzgitter-Bad, Thiede und Gebhardshagen sind grundlegend für Fernwärme geeignet. Voraussetzung sind Erschließung und Neubau von entsprechenden Leitungen. Die Analyse dieser Potenziale ist ein zentraler Baustein der Wärmeplanung.
Stadtbaurat Michael Tacke betonte, dass nach diesem Auftakt weiter mit allen Akteurinnen und Akteuren gesprochen werde, um den Kommunalen Wärmeplan mit verschiedenen Maßnahmen in den Ortsräten und im Rat vorzustellen. Der Kommunale Wärmeplan dient als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen rund um die Wärmeversorgung und Sanierungen.
Auch ein Zeitplan steht schon fest. Die Daten werden in den nächsten Monaten weiter gesammelt und ausgewertet. Der erste Entwurf der Kommunalen Wärmeplanung soll bis zum Ende des dritten Quartals 2025 den Ortsräten vorliegen. Darüber hinaus sind Veranstaltungen für Akteurinnen und Akteure sowie die Bürgerinnen und Bürger geplant. Wer Fragen hat, kann sich an das Klimaschutzmanagement der Stadt Salzgitter wenden an Katharina Migyu unter Telefon (05341) 839-4470 oder per E-Mail an klimaschutz@stadt.salzgitter.de.