Die 17 Teilnehmenden der SSD-AG, die an der Schule die Jahrgänge sechs bis zehn besuchen, bekommen eine solide Ausbildung in Erster Hilfe, damit sie im Notfall schnell und kompetent handeln können. Für das laufende Schuljahr wollen Tamara Urbanke und Sarah Pfaffenrath, die seitens der Johanniter das Projekt betreut, das Curriculum der AG auf neue Füße stellen. Dabei wird es einen Mix aus theoretischen Kenntnissen und praktischen Übungen in den AG-Stunden geben, die jeden Freitagnachmittag stattfinden.
Die Schulsanitäter sind bei medizinischen Notfällen Ersthelfer an der Schule. Ob ein umgeknickter Fuß, ein aufgeschürftes Knie, die Ausgabe von Menstruationsprodukten oder ein zwickender Bauch: Immer ist jemand aus dem SSD zur Stelle, um zu helfen. Ist es etwas Ernsteres, wird eine Lehrkraft hinzugezogen und entschieden, was die nächsten Schritte sind. Zum neuen Schuljahr wurde Tamara Urbanke die zuständige Lehrkraft für Erste Hilfe und den Schulsanitätsdienst an der Dr.-Klaus-Schmidt-Hauptschule.
Auf der Suche nach Schulungsmaterial wendete sie sich an die Johanniter und bekam viel mehr als nur die erhofften Unterlagen. Sarah Pfaffenrath bot an, die AG tatkräftig zu unterstützen und bei den SSD-Stunden mitzuhelfen. „Dass die Johanniter als Kooperationspartner mit dazu gekommen sind, ist ein echter Glücksfall. Sarah Pfaffenrath ist total engagiert und kommt mit ganz vielen tollen Ideen um die Ecke, die alle sehr gut und willkommen sind“, betont Tamara Urbanke. Die beiden stimmen sich momentan dazu ab, was ein sinnvoller Aufbau der Inhalte ist. „Wir brauchen nicht Anatomiekunde vom Herz machen, wenn die Schülerinnen und Schüler gar nicht wissen, bei welchen Notfallbildern sich Probleme an dem Organ zeigen“, erklärt Sarah Pfaffenrath, die das Ehrenamt der Johanniter in Salzgitter leitet und gelernte Gesundheits- und Krankenpflegerin und Rettungssanitäterin ist.
Doch nicht nur der Lehrplan wird überarbeitet. Auch der Raum der jungen Sanitäterinnen und Sanitäter benötigt eine Verjüngungskur. Die Möbel sind sehr in die Jahre gekommen. Eine Trennwand vor der Liege wäre eine mehr als sinnvolle Ergänzung und auch der Kühlschrank ist nicht mehr in vernünftiger Verfassung. Zudem benötigt der Raum auch einen neuen Anstrich.
Das alles kostet nicht nur Zeit, sondern auch vor allem Geld. Deshalb sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Spenderinnen und Spendern, die das wichtige Projekt finanziell oder mit Ausstattung unterstützen möchten.