SALCOS steht für Salzgitter Low CO2 Steelmaking und kennzeichnet das Bestreben des Konzerns, seine Stahlproduktion schrittweise auf wasserstoffbasierte Herstellungsverfahren umzustellen. Das Ziel ist, bis zum Jahr 2033 eine nahezu CO2-freie Stahlproduktion zu erreichen. Zu diesem Zweck wird die klassische Hochofenroute durch Herstellungsverfahren ersetzt, bei denen Direktreduktion und Elektrolichtbogenofen zum Einsatz kommen.
Über die sogenannte Peiner Route kann Salzgitter Flachstahl seine Kunden bereits jetzt mit CO2-reduziertem Stahl beliefern. Der Rohstahl wird dort aus hochwertigem Stahlschrott in einem Elektrolichtbogenofen erzeugt und zu Brammen gegossen, die anschließend in Salzgitter weiterverarbeitet werden. „Unser Ziel ist es, bis 2050 über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen, und wir sehen Salzgitter als einen Partner, mit dem wir auf diesem Weg zusammenarbeiten können“, so Thommy Psajd, Leiter der Beschaffung bei Lindab Steel AB, in einer Pressemitteilung. Mit der Absichtserklärung wolle das Unternehmen die Ambitionen der Salzgitter AG im Rahmen des SALCOS-Programms würdigen und SALCOS auch „in das Portfolio an CO2-reduziertem Stahl für künftige Anforderungen aufnehmen“.
Für Phillip Meiser, Vertriebsleiter der Salzgitter Flachstahl GmbH, ist die Vereinbarung mit Lindab „ein weiterer Beweis“ dafür, dass das SALCOS-Programm der richtige Ansatz ist, die CO2-Bilanz von Stahl zu reduzieren. Dieses werde von verschiedenen Kundengruppen anerkannt. „Das Interesse unserer Kunden und Partner an diesem klimafreundlichen Stahl nimmt weiter zu, und wir freuen uns, dass wir sie beim grünen Wandel ihrer Produkte unterstützen können.“