Dabei geht es nicht nur um das Leben Emmie Arbels, sondern auch um eine Reflexion über das Erinnern selbst. Barbara Yelin hat dazu zahlreiche intensive Gespräche mit der Protagonistin ihres Werkes geführt, der sie oft begegnet ist.
Emmi Arbel wurde 1937 in Den Haag geboren und 1942 mit ihrer jüdischen Familie von den Nazis deportiert. Sie überlebte als Kind die Konzentrationslager Ravensbrück und BergenBelsen. Ihre Eltern und Großeltern wurden im Holocaust ermordet.
Mit ihren Brüdern wird Emmie von einer Pflegefamilie adoptiert und lebt in den Niederlanden. Doch die Rettung stellt sich dort gleichzeitig als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind heraus. 1949 wandert die Pflegefamilie nach Israel aus. Im Kibbuz fühlt Emmie sich isoliert und nirgends zugehörig. Bis sie als junge Frau ihr Leben in die eigenen Hände nimmt.
Barbara Yelin, geboren 1977 in München, studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur und 2016 den renommierten Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Literaturbüros in Kooperation mit dem Arbeitskreis Stadtgeschichte. Raphael Böß übernimmt die Moderation.
Karten gibt es im Vorverkauf für zehn Euro in der Buchhandlung im Ärztehaus (Lebenstedt) und Buchhandlung Lesezeichen (Salzgitter-Bad), Abendkasse kosten sie zwölf Euro. Reservierung und weitere Informationen unter Telefon (05341) 839-3752 oder per E-Mail an literaturbuero@stadt. salzgitter.de.