Im Beisein vieler Wegbegleiter und der ebenfalls ausgeschiedenen Vorstandskolleginnen Elfi Mast und Petra Roihan wurde Monika Jüntschke als ehrenamtliche Vorsitzende verabschiedet. Die heute 69-jährige Initiatorin kann sich noch gut an die Anfänge 2007 erinnern, als die Politik über eine Freiwilligenagentur diskutierte. Ein Jahr später wurde der Verein gegründet. Sie übernahm den Vorsitz und war zunächst alleine aktiv, kümmerte sich um die Beratung und Vermittlung. „Ich habe dann aber Leute gefunden, die Lust hatten, mitzumachen.“
Als sich ein Team gebildet hatte, fand sich Zeit für Projekte. Monika Jüntschke blickt gerne zurück auf die Kochabende in der Flüchtlingsphase 2015 und 2016, aus denen zwei syrische Kochbücher entstanden. Es gab ein enges Miteinander mit anderen Istitutionen in der Stadt. Eine Idee war der Familienwegweiser, der mittlerweile in fünfter Auflage gedruckt wurde. „Da bin ich stolz drauf, dass der immer noch gut ankommt“, sagt Monika Jüntschke. Deutschkurse für Geflüchtete, eine Schach- und eine Handarbeitsgruppe oder ein Bilderbuch zum Ausmalen für Kinder gehörten zu den Ergebnissen ihrer Arbeit.
Die Projekte sind allerdings das Tüpfelchen auf dem i, findet Monika Jüntschke. Die Hauptaufgabe des Zentrums sei es, Menschen zu vermitteln, die sich gerne ehrenamtlich einsetzen wollen. „Sie zu empfangen, zu beraten und ein gutes Gespräch zu führen“, beschreibt sie die Tätigkeit. Das Ziel ist ein „gutes Matching“, wie es sich heutzutage nennt, wenn sich für einen Freiwilligen oder eine Freiwillige auch die richtige Organisation und Tätigkeit findet. Die Arbeit müsse Spaß machen und sollte die Leute erfüllen und auch Sinn machen, rät Monika Jüntschke. Das sei nicht immer leicht, dass beide Seiten zusammenpassen.
Doch ganz aus dem Geschäft will sie sich noch nicht zurück ziehen. Monika Jüntschke freut sich und findet es wichtig, dass es das FZSZ auch weiterhin gibt. „Ich habe so viel Zeit und Energie investiert und wollte erst aufhören, wenn sicher ist, dass es weitergeht.“ Mit ihrer Schaffenskraft will sie der Einrichtung treu bleiben und dort helfen, „wo ich gebraucht werde“.