Seit Anfang 2025 kümmert sich Majimbi Mergner federführend um das Musikprogramm in der Kniestedter Kirche und der Kulturscheune, übernahm den Job der pensionierten Organisatorin Antje Fischer und hat sich vorgenommen, auch wieder jüngere Menschen aus Salzgitter und der Region für die Konzerte zu gewinnen. Vor allem die 20- bis 30-Jährigen hat sie dabei im Fokus. Mit welchen Künstlern und Künstlerinnen das gelingen soll, verrät sie noch nicht. „Die ersten Verträge sind zwar fertig, aber alle noch unterwegs.“
Die 40-jährige Diplom-Kulturwissenschaftlerin kommt aus Salzgitter, ist hier aufgewachsen, studierte in Hildesheim und freut sich nach vielen freiberuflichen Jahren und der Tätigkeit als Veranstaltungstechnikerin auf den neuen Vollzeitjob in einer Behörde. Majimbi Mergner: „Da musste ich schon etwas überlegen, ob das zu mir passt.“ Fachdienstleiter Hartmut Schölch, selbst ein Saxophon-Liebhaber, weiß um ihre Qualitäten und hatte sie auf die Stelle hingewiesen. Er freut sich, diese exponierte Stellung mit jemanden besetzt zu haben, der künstlerisch so kompetent und über die Grenzen Salzgitters hinaus sehr gut vernetzt ist. Hartmut Schölch: „Sie bringt frischen Wind rein und wird neue Impulse setzen.“
Majimbi Mergner spricht von einer „Ehre, das Programm mitgestalten zu können“. Dafür nimmt sie es gerne in Kauf, die Bürovorgänge korrekt zu erledigen. „Das finde ich sogar spannend, und Spaß macht es auch.“ Mit öffentlicher Verwaltung hatte sie vorher schon ab und an zu tun, denn sie sie war schon häufiger beteiligt an städtischen Projekten, sei es in ihrer Rolle als Musikerin in der Reihe „Schall und Rauch“ oder als Mitarbeiterin beim Intenational Drummermeeting und dem Jazz- und Rock-Workshop. „Salzgitter ist sehr aktiv“, findet sie und vergisst dabei den Hinweis nicht, dass die Stadt einen öffentlichen Auftrag hat, auch Bands und Künstler oder Künstlerinnen vorzustellen, die nicht jeder kennt oder die sich erst etablieren müssen.
Die Besucherzahlen sind Majimbi Mergner deshalb zwar wichtig, aber nicht alles, wenn sie sich daran macht, aber Herbst für das nächste Jahr das erste eigene Programm zu erstellen, das möglichst jeden und jede in Salzgitter ansprechen soll. Gut 30 Konzerte sind es pro Jahr, daran soll sich nicht viel ändern. Dabei will sie auch Neues probieren und hat keine Angst, wenn ein Event mal nicht so zieht. „Es bewegt sich immer etwas, manches geht halt schneller.“ Nur ein Bereich bleibt nahezu unangetastet: das Kindertheater. Auch bei Majimbi Mergner heißt es weiterhin einmal im Monat „Kein Sonntag wie jeder andere“.