„Diese Zusammenarbeit wurde im Rahmen des Offset-Programms durch das in den USA ansässige Unternehmen Raytheon, einem RTX-Unternehmen, ins Leben gerufen und stellt einen Meilenstein in der Entwicklung und Bereitstellung modernster Verteidigungstechnologie dar“, schreibt die SMAG in einer Pressemitteilung. Sie stellt die 25 Meter langen Antennen her, die später auf einen Container kommen. Darauf ist das Unternehmen spezialisiert. Die Antennen aus Salzgitter sind bis zu 40 Meter lang und lassen sich dabei ohne Abspannkabel aufstellen. Diesen Vorzug wissen offenbar auch die Militärexperten zu schätzen.
Raytheon, RUAG und SMAG sind nach eigenen Angaben „drei renommierte Akteure der Rüstungsindustrie“, die zusammenarbeiten und ihr jeweiliges Fachwissen einbringen, um das Patriot-System für die Schweizer Armee weiterzuentwickeln. Raytheon hat RUAG mit direkten Offset-Projekten beauftragt, um die notwendigen Fähigkeiten zur autonomen Wartung wichtiger Subsysteme des Patriot-Systems in der Schweiz aufzubauen. RUAG wird unter anderem das Mastsystem entwickeln sowie Komponenten und Baugruppen produzieren und liefern.
Im Rahmen dieser separat abgeschlossenen Lizenzvereinbarung autorisiert und ermöglicht SMAG der RUAG durch Technologietransfer die Wartung der Systeme während ihrer Lebensdauer. Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist das Fth 25/7-Mastsystem, das als wesentliche Kommunikationsschnittstelle im Gesamtsystem fungieren wird. Das Mastsystem ist Teil des SMAG-Portfolios von Containermastsystemen.
„Alle Parteien sind überzeugt, dass diese Zusammenarbeit unmittelbare Vorteile für das BODLUV GR-Projekt bietet und darüber hinaus langfristige positive Auswirkungen auf ihre jeweiligen Organisationen haben wird“, heißt es. Die Synergien zwischen Raytheon, RUAG und SMAG sollen demnach zur Entwicklung innovativer Lösungen für die Schweizer Armee beitragen und die nationale Sicherheit weiter stärken.
„Die Zusammenarbeit mit RUAG im Rahmen des BODLUV GR-Projekts ist für uns von großer Bedeutung. Wir sind überzeugt, dass die kombinierten Ressourcen und das Fachwissen zu einem hervorragenden Patriot-System führen werden, das die Anforderungen der Schweizer Armee vollständig erfüllt“, kommentiert Florian Süß, Vertriebsleiter bei SMAG.
„Wir sind der Meinung, dass die Beteiligung der lokalen Industrie ein Schlüsselelement des Schweizer Patriot-Programms ist und dazu beiträgt, die Produktionskapazitäten, Fähigkeiten und das Fachwissen vor Ort zu erweitern“, sagt Pete Bata, Vizepräsident von Global Patriot bei Raytheon. „Raytheon ist weiterhin bestrebt, mit der Schweizer Industrie zusammenzuarbeiten, um Patriot, das weltweit bewährteste Luft- und Flugkörperabwehrsystem, zu liefern und so den Luftverteidigungsbedarf der Schweiz zu decken.“