„Seit Jahren findet der Putztag in Salzgitter statt und hat sich als eine sinnvolle Aktion zur Stadtsauberkeit etabliert“, so Dietrich Leptien, Betriebsleiter des Städtische Regebetriebs (SRB). Die Abfallmenge sei nicht nur von der Zahl der sammelnden Personen abhängig, sondern auch von der Art der gefundenen Abfälle. Bei leichten Verpackungsabfällen ist das erzielte Gewicht entsprechend gering, obwohl viele Bürgerinnen und Bürger unterwegs waren. Werden jedoch schwere mineralische Abfälle wie Bauschutt mit Fliesen, Steinen und Mörtel, steigt das Gewicht entsprechend.
Bei der diesjährigen Aktion wurden nach Einschätzung des SRB keine größeren Mengen an mineralischen Abfällen gefunden, sodass sich das geringere Ergebnis damit erklären ließe. Wesentliche Zuwächse in der Teilnehmendenzahl gab es in Schulen und Kitas. Die kleineren Kinder haben um ihre Einrichtung herum gesammelt und dort vorwiegend leichtere „Streuabfälle“ gefunden. Dietrich Leptien: „Die große Abfallsammelaktion im Frühjahr sorgt dafür, dass jedes Jahr eine Großzahl des angefallenen unsachgemäß entsorgten Unrates sachgemäß entsorgt werden kann. Uns wäre natürlich lieber, wenn die Menge gegen Null gehen würde.“Der SRB bedankt sich jedenfalls bei allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Insgesamt beteiligten sich am Frühjahrsputz und in der Aktionswoche 7.133 Freiwillige aus 24 Stadtteilen, die zweithöchste Zahl nach 2024 (7.372). Besonders aktiv waren die Kindergärten und Schulen, die mit 1.363 Kindern und 3.672 Schülerinnen und Schülern in ihrem jeweiligen Umfeld unterwegs waren. Am Samstag, 22. März machten sich zirka 2.098 Bürgerinnen und Bürger auf den Weg, sammelten von öffentlichen Flächen, aber auch auf Grünstreifen sowie an Weges- und Straßenrändern allerlei Unrat auf.
Dabei blieb es nicht nur bei den klassischen Wegeabfällen wie Zigarettenschachteln, Lebensmittelverpackungen. Leider wurden auch wieder einige Sonderabfälle wie Farben und Lacke, Motoröl, Autobatterien, Gasflaschen, Sperrmüll und 105 Reifen gefunden. Diese stellen insondere eine besondere Gefahr für die Umwelt und auch die Tierwelt dar. Die unerlaubte und zudem umweltgefährdende Entsorgung von Abfällen kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden. Dabei ist eine kostenlose Entsorgung vieler Sonderabfälle sowie auch von Elektrogeräten an der Abfallentsorgungsanlage Diebesstieg möglich.
Eine besondere Allianz wurde in Thiede fortgesetzt. Dort ist die Kooperation der Alloheim Residenz „Am Lindenberg“ und der Grundschule zu einem festen Bestandteil beim Stadtputz geworden. Schüler und Schülerinnen zogen gemeinsam mit den Senioren los, um den Ortesteil wieder schöner zu machen. In Zusammenarbeit kümmerten sich die jungen und älteren Einwohner und Einwohnerinnen um den Bereich rund um die Residenz und die Grundschule.
Dabei hatten alle viel zu tun, „besonders auffällig waren die zahlreichen Zigarettenreste, die den Fußwegen ein wirklich unschönes Bild gaben“, schreiben die beiden Einrichtungen in einer gemeinsamen Erklärung. „Jeder Bürger sollte Verantwortung übernehmen, nicht nur an diesem einen Tag des Jahres.“ Nach dem fleißigen Aufsammeln begaben sich die beiden Generationen zur Belohnung noch zu einem fröhlichen Abschluss auf dem örtlichen Spielplatz.