Lithium dient im Wesentlichen zur Herstellung von leistungsfähigen Akkus zur Speicherung von zunehmend regenerativ hergestellter Energien. Perspektivisch soll es in Norddeutschland im sogenannten Bohrlochbergbau gewonnen werden. Ähnlich wie bei der Tiefengeothermie werden aus mehreren tausend Meter Tiefe Flüssigkeiten gefördert. Diese enthalten Lithiumanteile, die abgeschieden werden. Der Rest der geförderten Flüssigkeiten kommt zurück in die ursprünglichen Untergrundschichten.
Die Lilac Solutions Deutschland GmbH hatte den finalen Antrag auf Aufsuchung von Lithium Ende Oktober 2024 gestellt. Das LBEG hat den Antrag geprüft und die von der Fläche betroffenen Landkreise Gifhorn, Helmstedt und Peine sowie die kreisfreien Städte Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg um Stellungnahme gebeten. Ferner hat es die Stadt Gifhorn, die Samtgemeinden Isenbüttel, Meinersen und Papenteich sowie die Gemeinden Lehre, Sassenburg und Wendeburg informiert. Nun konnte das Landesamt die Erlaubnis erteilen.
Diese gibt dem Unternehmen zunächst das grundsätzliche Recht, die Aufsuchungen vorzunehmen zu dürfen. Konkrete Aufsuchungshandlungen darf die Lilac Solutions Deutschland GmbH damit noch nicht vornehmen. Diese sind erst nach Zulassung bergrechtlicher Betriebspläne möglich, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist.