„Vor allem die Kinder haben sich gefreut, aber auch viele Erwachsene. Viele waren einfach glücklich, dass wir wieder da waren“, berichtet er. Motiviert durch die positiven Rückmeldungen legte er in diesem Jahr „eine Stufe mehr drauf“. Ausgestattet ist das Fahrzeug mit zehn batteriebetriebenen Lichterketten. Die Investition dafür blieb überschaubar: „Keine 100 Euro“, erzählt Marc Gähwler. Probleme mit der Polizei gab es bislang nicht. Während der Fahrt bleiben die Lichter ausgeschaltet, sodass das Auto ganz regulär im Straßenverkehr unterwegs sein darf. Nur einmal wurde er gebeten, den Gehweg freizumachen – ansonsten verlief alles entspannt.
Mit seinem Weihnachtsauto war der junge Mann bereits mehrfach in Wolfenbüttel vor dem Weihnachtsmarkt unterwegs, auf dem Schlossplatz in Braunschweig sowie zuletzt in Lebenstedt. Überall seien die Reaktionen „Bombe“ gewesen: Menschen blieben stehen, berichtet er, machten Fotos und freuten sich über die ungewöhnliche Aktion. Warum er das macht? „Einfach, weil ich Lust dazu hatte – und ein bisschen aus Langeweile“, sagt Marc Gähwler offen. Ursprünglich war die Aktion gemeinsam mit seiner Freundin geplant, die ihn häufig begleitet. Auch allein ist er jedoch immer wieder unterwegs, um ein wenig Weihnachtsstimmung zu verbreiten.
Geplant war ursprünglich auch eine Teilnahme an der Lichterfahrt nach Hannover, die jedoch aus terminlichen Gründen ausfällt. Der Salzgitteraner will vor allem anderen Menschen eine Freude machen. „Man ist glücklich, wenn man andere Menschen glücklich sieht – gerade in der jetzigen Zeit, mit all den Absperrungen und Betonpollern. Da freuen sich die Leute, wenn jemand so vor dem Weihnachtsmarkt steht“, sagt er. Mit seinem leuchtenden Audi beweist Marc Gähwler, dass es manchmal nur eine einfache Idee braucht, um in der Vorweihnachtszeit ein wenig Wärme und Freude zu verbreiten.