Die Tafel bleibt, wo sie ist
Die Verträge sind unterschrieben: Stadt und Konrad-Fonds müssen helfen

Aktiv im Vorstand der Tafel: Beisitzerin Tatjana Cuber, Schriftführerin Edeltraud Firus und Kassenwartin Gudrun Sagemann sind glücklich über den Verbleib in Bruchmachtersen.Foto: sz-pa/rk
Salzgitter. Das neue Jahr bringt einige Änderungen mit sich, aber die Tafel in Salzgitter bleibt, wo sie ist – und das noch bis mindestens 2045. Das ist das positive Resultat monatelanger Verhandlungen, denn die Halle am Söhlekamp in Bruchmachtersen stand zum Verkauf und der Mietvertrag lief aus. Dabei bietet sie ideale Vorausetzungen für die Lieferung, Lagerung und Ausgabe der Lebensmittel an Bedürftige. Und ohne ein entsprechendes Domizil drohte das Aus für die Tafel, die nun weitermachen kann, künftig aber mehr Geld aufbringen muss. Dabei kommen ihr die Stadt und die Konrad-Stiftungsgesellschaft zur Hilfe. Das ist das Ergebnis von zahlreichen Gesprächen, die unter Leitung des Oberbürgermeister Frank Klingebiel standen. „Ein ganz bedeutsamer Teil der sozialen Infrastruktur in unserer Stadt ist so langfristig abgesichert“, lautet sein Kommentar.

Die Mietbedingungen und der städtische Zuschuss werden ab dem 1. Januar 2026 „angemessen und moderat“ erhöht, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Zahlte die Tafel bisher 2.650 Euro pro Monat, sind es in den nächten zehn Jahren 6.600 Euro inklusive Nebenkosten. Danach steigt die Miete um 500 Euro monatlich und nach 15 Jahren noch einmal um 500. Damit der gemeinnützige Verein die Mehrkosten stemmen kann, hat der Rat den städtischen Zuschuss von 48.000 Euro auf 79.200 Euro pro Jahr erhöht, die Summe steigt 2025 auf 85.200 Euro pro Jahr und 2040 auf 91.200 Euro.

Das Gebäude muss in Teilen saniert werden, dazu hat sich die Tafel als Mieterin verpflichtet. Um die Ausgaben zu stemmen, springt ihr der Konradfonds zur Seite, der 80 Prozent der finanziellen Lasten trägt. Das Kuratorium hat bereits eine Förderzusage über 70.000 Euro erteilt. „Die Elektroarbeiten sind so gut wie abgeschlossen“, teilt die Stadt mit. Davon hätten sich die Vertragspartner bei Unterzeichnung der Zuwendungsvereinbarung überzeugen können. Zeitnah soll die Heizungsanlage saniert werden, auch das Dach steht auf der Liste, soll aber erst später folgen.

„Die Unsicherheit über den Fortbestand ist beendet“, so Frank Klingebiel. Das sei eine tolle Nachricht für die Menschen, die sich in der Salzgitter-Tafel einsetzen, aber auch eine sehr gute Nachricht für die Menschen, die die Leistungen der Tafel in Anspruch nehmen müssen.“ Er dankt allen, „die so kooperativ an der Lösung mitgearbeitet haben“, und hebt die Ratsfraktionen für deren Unterstützung hervor.

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