Die sechs Flugzeuge des Vereins sind jedenfalls schon ausgeflogen worden, erklärt Volkmar Plewa, stellvertreter Vorsitzender im MFC. Die Delta Ecco Yankee India war die letzte Maschine, die vom Verkehrslandeplatz in Drütte abhob. Die Trauer ist groß. „Wir sind sehr enttäuscht, dass Salzgitter diesen Flugplatz verliert, aber wir müssen uns damit abfinden.“
Doch nicht nur die Vereinsarbeit ist betroffen, auch zwei Flugschulen haben ihren Betrieb in Salzgitter eingestellt. „Das können wir hier nicht weiterführen“, erklärt Volkmar Plewa. Der Verein befinde sich in der Findungsphase, denn noch gibt es Flugschüler und -schülerinnen, die in der Ausbildung sind und nun in der Luft hängen. „Wir müssen final klären“, so Volkmar Plewa, wo und in welcher Form es mit ihnen weitergehen kann.
Mitglied Harald Bode, der seit mehr als 25 Jahren dem MFC angehört und sich mit anderen in den letzten Monaten sehr um den Verbleib in Drütte bemüht hatte, nennt es bei aller Traurigkeit „erfreulich“, dass der MFC eine breite Unterstützung durch die Politik, Bevölkerung und Institutionen erfahren habe. Zugleich sei es „ernüchternd“, dass sich die Salzgitter AG „davon nicht beeindrucken ließ und an der Kündigung festgehalten hat“.
Der Abschied von dem Gelände und den vielen Aktivitäten falle ihm schwer, schildert Harald Bode. Der MFC werde weiter bestehen, Salzgitter aber verliere mit dem Landeplatz auch die Flugschule, die es jungen Menschen möglich machte, eine Pilotenlizenz zum Selbstkostenpreis zu erwerben, die sich später auch beruflich nutzen ließ. Klare Worte findet er auch für den Verlust der öffentlichen Luftverkehrsinfrastruktur. Geschäftsflüge und touristische Flüge von Salzgitter aus oder nach Salzgitter seien nun nicht mehr möglich, so Harald Bode, das nennt er für die Stadt „einen ganz schweren Verlust“.