Sieben auf einen Streich
Die Stadt Salzgitter ehrt Persönlichkeiten mit der Medaille in Gold

Gruppenbild mit allen Geehrten und Laudatoren: Zweiter Bürgermeister Christian Striese, Adrian Polewka und Damian Polewka (stellvertretend für die Band nullbock), Elke Behmer-Geisler, Rosemarie Hinrichs, Sabine Genther, Claus Griesbach, Oberbürgermeister Frank Klingebiel, Monika Metze, Rainer Kreismer und Erster Bürgermeister Stefan Klein.Foto: sz-pa/rk
Salzgitter. Sieben auf einen Streich. So ließe sich der Stadtempfang im Ratskeller in Salzgitter-Bad zusammenfassen, bei dem sieben Persönlichkeiten ausgezeichnet wurden mit der Stadtmedaille in Gold. Oberbürgermeister Frank Klingebiel begrüßte die rund 100 Gäste mit einem Zitat des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer: „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat.“ Die Würdigungen teilte er sich mit den Bürgermeistern Stefan Klein und Christian Striese.  

Claus Griesbachs ehrenamtliche Lebensleistung ist seit 1998 die Rettung des vor der Schließung stehenden gewerblichen CINEMA durch Ehrenamtliche, die in der Not einfach angepackt haben. Er habe kurzerhand das Bürgerkino mit gegründet. „Freiwillig, aus tiefer Überzeugung und mit großer Leidenschaft und Kreativität“, lobte Frank Klingebiel. Es sei zu seinem zweites Zuhause geworden, das Claus Griesbach hege und pflege und „mit viel Herzblut fit für die Zukunft macht“.  

Stefan Klein hielt die Laudatio für Monika Metze, die Gründungsmitglied der Hospiz-Initiative war und der die Kinder- und Jugendtrauerarbeit besonders am Herzen liegt. „Menschen in herausfordernden Lebenslagen etwas Gutes zu tun, war und ist ihr Anliegen. Sie möchte helfen, fördern und unterstützen, und das zusammen mit ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern.“  

In der Ehrung Sabine Genthers brachte Christian Striese deren Einsatz als Leiterin des SOS-Mütterzentrums in einem Satz auf den Punkt: „Gemeinsam handeln für unsere MüZe-Familie, die Gemeinschaft und das Miteinander in Salzgitter.“ Sie war 20 Jahre Leiterin und hat die Einrichtung maßgeblich weiterentwickelt. „Es war ihr eine Herzensangelegenheit und Berufung.“  

Die vierte Stadtmedaille ging an Elke Behmer-Geisler. Sie habe „die DNA unserer Stadt im Blut“, sagte der OB. Sie setze sich seit 35 Jahren „leidenschaftlich, vehement und durchsetzungsstark als Betriebsratsmitglied und schon knapp 50 Jahre als IG Metallerin“ für die Interessen der Belegschaft und die Standortsicherung des MAN-Werkes ein. „In Krisenzeiten, wenn es um die Existenzen der Menschen und des Unternehmens ging, ist unsere Preisträgerin auch über ihre Belastungsgrenze hinausgegangen.“  

Rainer Kreismer leitet seit 1997 den Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Gebhardshagen. „Mit Elan und Kompetenz hat den Fanfarenzug wieder neu aufgebaut. Er ist Kopf, Herz und Taktgeber des Fanfarenzuges, der musikalischer Botschafter für unsere Stadt ist und viele Menschen mit seiner Musik glücklich macht“, betonte Stefan Klein.

Musikalisch geprägt war auch die sechste Ehrung mit der Stadtmedaille, die an die Punkrock-Band nullbock verliehen wurde und damit eigentlich an vier Personen ging. Adrian und Damian Polewka nahmen die Auszeichnung entgegen auch für ihre Kollegen Andre Bormann und Peter Moryc. Mehr als 100.000 Euro erspielte die 1998 gegründete Gruppe für wohltätige Zwecke, für kranke Kinder, das Hospiz, das Frauenhaus, die Knochenmarkspenderdatei, den Verein „Wir helfen Kindern“, die Wärmestube, das Tierheim und viele mehr. Christian Striese hob die Benefiz-Rolle hervor: „Seit 2002 tretet ihr fast ausschließlich für gute Zwecke auf. Ein gekühltes Bier bei den Auftritten ist euch wichtiger als das große Geld.“  

Die siebte Ehrung erhielt Rosemarie Hinrichs als Gründerin und stellvertretende Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Salzgitter sowie für ihren knapp 25 jähriges Einsatz im Rat und Ortsrat Nordwest. Frank Klingebiel würdigte ihr Wirken und betonte: „Sie ist eine leidenschaftliche, kompetente und starke Stimme gegen Schacht Konrad und für Frieden, Demokratie, ökologische Bildung und nachhaltiges Handeln.“ Seit drei Jahrzehnten gelte ihr ehrenamtlicher Einsatz den Menschen in Salzgitter und der Natur. „Das ist lobenswert und vorbildlich.“

Druckansicht