Das Dorf will sichselber kümmern
Bürgerversammlung zum alten Sportplatz in Groß Mahner

Salzgitter. Wie geht es weiter mit dem alten Sportplatz in Groß Mahner? Dort tut sich nichts, es gibt keinen Verein mehr, das Gelände liegt brach. Allerdings möchten viele Bewohner und Bewohnerinnen die Fläche gerne für die Dorfgemeinschaft nutzen, doch sie sind in Sorge, dass dort ein neues Baugebiet entstehen könnte.

Wie es genau weitergeht, klärt sich am kommenden Montag. Für den 2. März hat die Stadt zu einer Bürgerversammlung eingeladen. Von 18 bis 20 Uhr will sie im Dorfgemeinschaftshaus, Am Sattelhof, die bisherigen Planungen präsentieren. Derzeit ist im Rathaus daran gedacht, ein neues Wohngebiet mit bis zu zwölf Einfamilien- und Reihenhäusern zu entwickeln. Deshalb will die Stadtverwaltung den Bebauungsplan GrM 6 „Ehemaliger Sportplatz“ aufstellen. Der wäre nötig, um das etwa 7.700 Quadratmeter große Gebiet verkehrstechnisch zu erschließen und in Grundstücke zu gliedern.

Aber auch die Gäste sollen am Montag zu Wort kommen, denn die Bürgerversammlung dient dem Fachgebiet Stadtplanung für ein Meinungs- und Stimmungsbild. So ist dort „ein interaktiver Workshop geplant, in dem die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Ideen mitteilen können“, heißt es in der Ankündigung. Ihren Willen haben viele der Mahnerschen schon kundgetan. Etwa 70 trafen sich kürzlich am Sportplatz, um sich auf einen Dorfgemeinschaftsverein zu verständigen, denn so gut wie niemand im Ort wünscht sich eine Bebauung des Sportplatzes, schreibt Astrid Reupke, eine der Bewohnerinnen. Die Verärgerung sei groß, dass nicht im Vorfeld der Planungen eine Befragung stattgefunden habe.

Die Bewohner und Bewohnerinnen empfinden den bereits seit einigen Jahren stattfindenden Generationenwechsel in den Bestandsimmobilien als gesunde Entwicklung. „Überwiegend junge Familien mit Kindern haben diese erworben und bereichern die Dorfgemeinschaft“, so Astrid Reupke. So sei bei dem Treffen vereinbart worden, einen Dorfverein zu gründen, der sich um den Sportplatz kümmern und Angebote für die Gemeinschaft bündeln will – als Ergänzung zu den traditionellen Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr und des Musikzuges.

Eine Gruppe aus zehn Personen will die Gründung veranlassen und an die Stadt herantreten, um den Sportplatz zu pachten. Astrid Reupke: „Jeder Einwohner ist eingeladen mitzumachen – egal ob als passives oder aktives Mitglied. Nur gemeinsam können wir unser Dorf für unsere Kinder und Enkelkinder attraktiv halten.“ Und dazu gehört für sie und die anderen auch der Sportplatz.

Druckansicht