Vorausgegangen waren elf Verhandlungsrunden zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeberseite. Von der Tarifverständigung profitieren rund 2.000 Beschäftigte.
Mit der PowerCo SE hat der Volkswagen-Konzern im Jahr 2022 eine eigenständige Gesellschaft für die industrielle Batteriezellfertigung gegründet. Aus Sicht der IG Metall war dieser Schritt von erheblicher industrie- und beschäftigungspolitischer Bedeutung. „Denn mit der Zellproduktion wird ein technologischer Kernbereich der Elektromobilität nicht ausgelagert, sondern am Standort aufgebaut“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Seit Dezember 2025 läuft im Werk Salzgitter die Serienproduktion. Ziel ist es, eine leistungsfähige, skalierbare Zellfertigung zu etablieren und damit zentrale Teile der Wertschöpfungskette der Elektromobilität innerhalb des Konzerns zu sichern. Für die IG Metall ist klar: Wer Batteriezellen produziert, gestaltet die industrielle Zukunft der Automobilindustrie maßgeblich mit. Der Tarifabschluss trage dieser strategischen Bedeutung Rechnung und verbinde wirtschaftliche Anforderungen mit sozialer Verlässlichkeit.
Kern des Pakets ist ein eigenständiger Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung mit einer Laufzeit vom 1. März 2026 bis zum 31. Dezember 2030. In diesem Zeitraum sind betriebsbedingte Beendigungskündigungen verbindlich ausgeschlossen. „Diese langfristige Absicherung ist der zentrale Baustein des Abschlusses. Angesichts bewegter Investitionsentscheidungen sowie volatiler Märkte brauchen Beschäftigte klare und belastbare Perspektiven. Die getroffene Vereinbarung schafft genau diese Verlässlichkeit – für die Belegschaft und für den Standort insgesamt“, erklärt Alina Roß, Verhandlungsführerin der IG Metall. „Die PowerCo ist ein wesentlicher Bestandteil der industriellen Wertschöpfungskette und ein zentrales Puzzleteil der Elektromobilität. Mit der eigenen Batteriezellproduktion wird technologische Kompetenz am Standort gebündelt und industrielle Souveränität gestärkt. Gerade weil hier ein Schlüsselbereich der künftigen Mobilität entsteht, braucht es verlässliche tarifliche Rahmenbedingungen und klare soziale Standards, die diese Entwicklung langfristig absichern!“