Die Geschichte der „Gastarbeiter“
Salzgitters Museum und Stadtarchiv bitten um Objekte und Berichte

Wollen mehr über die „Gastarbeiter“ wissen: Archivleiterin Katrin Helm und Museumsleiter Arne Homann mit einem türkisch und deutsch beschrifteten Schild der Stahlwerke Peine-Salzgitter AG aus der Zeit 1970-1992. Foto: Stadt Salzgitter 
Salzgitter. Den Begriff kennt jeder, auch wenn er heutzutage nicht mehr benutzt wird. Die „Gastarbeiter“ halfen, ab den 1950er Jahren auch in Salzgitter den akuten Mangel an Arbeitskräften in der deutschen Wirtschaftswunderzeit zu bewältigen. Gedankt wurde ihnen diese Hilfe aber häufig nicht, obwohl sie seinerzeit meist in den schwersten, schmutzigsten und gefährlichsten Bereichen schufteten. Ihr Beitrag am Wohlstand des Landes ist nicht zu leugnen.

Viele der Menschen gingen nicht in die Heimat zurück, sondern blieben. Sie gründeten Familien, wurden deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger – und sind heute längst fester Teil der Stadtgesellschaft Salzgitters. Der Leiter des Städtischen Museums Schloss Salder, Arne Homann, und die städtische Archivleiterin Katrin Helm haben festgestellt, dass in ihren beiden Häusern „dieses relevante Thema bisher eine zu geringe Rolle“ spielte, heißt es in einer Pressemitteilung. Das wollen sie gemeinsam ändern. Ob aus Italien, Spanien, Griechenland, der Türkei, Marokko, Südkorea, Portugal, Jugoslawien oder von anderen Orten in der Welt: Alle Salzgitteranerinnen und Salzgitteraner, die ihre Geschichte oder die von Verwandten erzählen möchten und Unterlagen, Fotos oder Erinnerungsstücken an Archiv und Museum abgeben wollen, sind dort herzlich willkommen. Die Kontakt aufnahme läuft über Arne Homann unter Tel. (05341) 839-4619 oder per E-Mail an arne.homann@stadt.salzgitter.de oder über Katrin Helm unter Tel. (05341) 839-2124 oder E-Mail an katrin.helm@stadt.salzgitter.de.

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