Drei Wochen lang lag der gesamte Stationsalltag in den Händen des Nachwuchses, teilt das Helios Klinikum mit. Die Aufgaben waren vielfältig und anspruchsvoll: Die Auszubildenden koordinierten die Aufnahme und Entlassung von Patientinnen und Patienten, begleiteten ärztliche Visiten und organisierten sowohl die tägliche Versorgung als auch die Dienstplanung. Dabei stand nicht nur die fachliche Pflege im Fokus, sondern auch die Kommunikation mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Angehörigen.
„Unsere Auszubildenden schlüpften hier in eine echte Schlüsselrolle“, erklärt Klinikgeschäftsführer Benedikt Meider. „Das Projekt bot die einmalige Chance, das eigene Potenzial unter Realbedingungen zu entfalten. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Leidenschaft und Gewissenhaftigkeit die jungen Talente diese Herausforderung meisterten.“
Obwohl die Schülerinnen und Schüler eigenständig entschieden, agierten sie nicht ohne Sicherheitsnetz: Erfahrene Praxisanleitende, Lehrkräfte und examinierte Pflegefachkräfte begleiteten das Projekt im Hintergrund. Sie standen bereit, um bei komplexen Fragen zu unterstützen und wertvolle Tipps aus der Praxis zu geben.
Für die Auszubildenden war die Projektzeit eine intensive Phase der Weiterentwicklung. Daniela Bock, Leitung der Pflegefachschule, sah darin einen entscheidenden Meilenstein der Ausbildung: „In diesem Projekt erlebten die Schüler hautnah, was es bedeutete, Verantwortung für Patienten und Prozesse zu tragen. Sie trafen eigenständig Entscheidungen und wuchsen weit über sich hinaus, sowohl fachlich als auch in ihrer Persönlichkeit.“ Das Projekt „Schüler leiten eine Station“ hat sich am Helios Klinikum Salzgitter mittlerweile fest etabliert.