Mehr Werbung für die Innungen
Kreishandwerkerschaft kann
die Beiträge stabil halten

Bleiben drei weitere Jahre an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachsen: Christian Heuer, Klaus Poggendorf, Maik Bartels, Volker Höfert und Bernhard Olbrich wurden in ihren Ämtern bestätigt. Foto: privat 
Salzgitter. Die Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Süd-Ost-Niedersachsen hat bei der Jahresversammlung in Salzgitter ihren Vorstand bestätigt. Für die Kreishandwerksmeister Bernhard Olbrich (Goslar), Christian Heuer (Salzgitter) und Maik Bartels (Wolfenbüttel) sowie die stellvertretenden Kreishandwerksmeister Volker Höfert und Klaus Poggendorf gab es jeweils einstimmige Beschlüsse.

In den Berichten über das Geschäftsjahr 2025 nahm die Diskussion über die Mitgliederentwicklung der 21 Innungen breiten Raum ein. Geschäftsführer Andreas Böhmken führte aus, dass mehr über die „zweifellos bestehende“ Attraktivität der Innungsmitgliedschaft gesprochen werden muss. „Die Betriebe müssen erreicht werden und dazu brauchen wir auch die neuen Medien.“ Seit einem Jahr beschäftige sich eine extra dafür angestellte Mitarbeiterin der Kreishandwerkerschaft um den Facebook- und Instagram-Account der Handwerker.

Die Ausbildungszahlen sind stabil, aber leicht rückläufig. So haben im Jahr 2025 in den beiden Landkreisen Goslar und Wolfenbüttel sowie der Stadt Salzgitter 526 Jugendliche eine Lehre im Handwerk begonnen, 2024 waren es noch 555. Insgesamt betreut die Kreishandwerkerschaft etwa 1.400 Auszubildene in ihren verschiedenen Gewerken.

Die Handwerker kritisieren, dass der Landkreis und die Stadt Goslar zu wenig personelle und finanzielle Mittel für die Schwarzarbeitsbekämpfung bereitstellt. Beide haben im Zuge der Ermittlung keine Bußgelder verhängt, der Landkreis Goslar hat 2025 lediglich fünf dokumentierte Prüfungen vorgenommen. Im Vergleich dazu kamen der Landkreis Wolfenbüttel und die Stadt Salzgitter, die bei der Schwarzarbeiterbekämpfung zusammenarbeiten, auf 400 Prüfungen und Bußgelder von mehr als 330.000 Euro. Dies zeige die unzureichende Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben, so Geschäftsführer Andreas Böhmken. Es bleibt abzuwarten, ob die Verwaltung und die Politik in und um Goslar sich dieses Themas bei den kommenden Kommunalwahlen annehmen.

Finanziell sieht es gut aus bei der Kreishandwerkerschaft. Aufgrund der positiven Lage bleiben die Beiträge für die Innungen stabil. Die Mitgliederversammlung beschloss allerdings, ihre Immobilie in der Gutenbergstraße in Goslar umfassend zu sanieren. Für 2026 sind noch mehrere Aktivitäten geplant, unter anderem eine zweitägige Fahrt nach Berlin auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Dr. Reza Asghari und das Heringsessen mit Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne.

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