„Grundschulen vermitteln weit mehr als Lesen, Rechnen und Schreiben. Hier lernen Kinder wichtige Werte unserer Gesellschaft kennen wie etwa Respekt, Toleranz und ein gutes soziales Miteinander“, ergänzte Frank Klingebiel. Er sprach vo einem Kraftakt für die Stadt, die innerhalb weniger Jahre drei Kita-Neubauten und drei Grundschulneubauten realisiert habe. Er dankte deshalb dem Land Niedersachsen und dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig für die Fördermittel, ohne die diese Projekte nicht möglich gewesen wären.
Die Kosten für den Bau des Grundschulgebäudes belaufen sich auf knapp 13,6 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen hat davon rund 7,1 Millionen Euro über den „Strukturhilfefonds Salzgitter“ übernommen. Dazu betonte Tobias Böttcher, Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig: „Entstanden ist ein offener, freundlicher Lernort, an dem Integration beginnt und Kinder wichtige Grundlagen für ihre Zukunft erhalten. Die Fördermittel sind hier gut angelegt.“
Ab dem 13. August wird die Grundschule ihren Betrieb als Ganztagsschule im Neubau aufnehmen. Für Rektorin Petra Binder beginnt damit ein neuer Abschnitt: „Wir gehen einen großen Schritt und werden Ganztagsschule – an allen Tagen der Woche und für alle vier Jahrgänge. Was vor einigen Jahren noch intensiv diskutiert und schließlich verworfen wurde, kann nun unter völlig neuen Voraussetzungen umgesetzt werden.“ Das offene und lichtdurchflutete Gebäude schaffe eine freundliche Lernatmosphäre. Die neue Mensa ermögliche ein warmes Mittagessen für alle Kinder, und die offenen Lern- und Begegnungsbereiche unterstützten eine moderne Pädagogik, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht werde. „Der Neubau ist deshalb weit mehr als ein neues Schulgebäude – er bildet die Grundlage für eine zukunftsorientierte, lebendige und offene Schule.“
In dem Neubau befinden sich acht allgemeine Unterrichtsräume, zwei Fachäume, Ganztagsräume, eine Schülerbücherei, Verwaltungsräume sowie eine Mensa. Eine dezentrale Lüftungsanlage und eine Fußbodenheizung wurden eingebaut, auf dem Dach gibt es eine elektrisch betriebene Luft-/Wasser-Wärmepumpe. Dort wurden auch Photovoltaikmodule errichtet, die Strom für den Eigenverbrauch erzeugen.
Im laufenden Schuljahr unterrichten 18 Lehrkräfte die153 Schülerinnen und Schüler in derzeit sieben Klassenverbänden. Der Neubau ersetzt den alten Standort in Lichtenberg (Upn Kampe 14). Der Einzugsbereich bleibt wie bisher auf den Stadtteil begrenzt. Im Rahmen des Ganztages werden die Schülerinnen und Schüler aus der Außenstelle Lesse zum Nachmittag zur Stammschule in Lichtenberg gebracht.