Oberbürgermeister Frank Klingebiel kennt die Ostsiedlung noch aus seiner Kindheit als attraktives und beliebtes Wohnquartier. „Da wollen wir langfristig wieder hin.“
Es geht darum, die Gebäude, Wohnungen und das Umfeld deutlich aufzuwerten und einen Impuls setzen hin zu nachhaltig positiven Veränderungen für das ganze Quartier. 2021 hatte die Stadt auf Initiative des Oberbürgermeisters die nicht mehr zeitgemäßen Immobilien erworben mit dem Ziel, diese auf einen modernen Stand zu bringen. 2024 fasste der Rat den Beschluss über die konkrete Umsetzung.
Frank Klingebiel sprach von einem „wahren Leuchtturmprojekt“ und ein deutliches Zeichen an andere private Wohnungseigentümer im Quartier. „Dazu haben alle Beteiligten an einem Strang gezogen. Besonders dankte er dem ehemaligen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) und dem ehemaligen CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden Dirk Toepffer für die erhebliche finanzielle Unterstützung. Ohne die 50 Millionen Euro Strukturhilfe aus Hannover wäre dieses Großprojektes „schlichtweg unmöglich gewesen“. Erster Bürgermeister Stefan Klein, der als Landtagsabgeordneter beteiligt war, sieht das ähnlich: „Es zahlt sich aus, wenn man hartnäckig bleibt.“
Astrid Paus vom Amt für regionale Landesentwicklung als Fördermittelgeberin nannte den Sanierungsstart ist eine sehr positive Entwicklung für das Quartier. Es sei eine Investition in die Zukunft und die Lebensqualität der Menschen. „Eine gelungene Kooperation von Land und Stadt Salzgitter.“
Bis Mitte 2028 sollen alle Wohngebäude außen umfänglich saniert werden, so Frank Klingebiel. Dazu gehören Fassadensanierung mit Dämmung, Austausch der Fenster sowie die Neuanlage der Außenbereiche. Sechs Häuser werden auch innen modernisiert und zu Teilen in ihren Grundrissen vergrößert, die übrigen 32 folgen dann sukzessive nach Fertigstellung. Die Rheinstraße 3 und 12 werden laut OB als Musterhäuser „barrierefrei und rollstuhlgerecht“ umgebaut, erhalten Aufzüge außen an der Gartenseite.
Der Kauf 2021 vom privaten Eigentümer wurde im Rahmen der Strukturhilfe mit 4,7 Millionen Euro vom Land gefördert. Die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt belaufen sich zusätzlich auf rund 15,4 Millionen Euro, meinte Klingebiel. Euro. Rund 10,8 Mio. Euro davon kommen aus der Strukturhilfe und knapp 1,4 Millionen Euro kommen aus Mitteln der Städtebauförderung. Die Förderung von Land und Bund summiert sich damit auf weitere 12,2 Millionen Euro.