Schnelle Hilfe im Notfall
In Salzgitter ist in dieser Woche das System der Mobilen Retter angelaufen / Die Stadt sucht Freiwillige

Beispielhafter Einsatz in Salzgitter: Ein freiwilliger Ersthelfer übergibt einen Patienten an den Rettungsdienst.Foto: Berufsfeuerwehr Salzgitter
Salzgitter. Wer eine medizinische Ausbildung oder Kenntnisse hat, ist in Salzgitter gefragt. Denn ehrenamtliche Mobile Retterinnen und Retter ergänzen ab sofort die Rettungskette in der Stadt. Das System ortet und benachrichtigt registrierte Ersthelfende im Umkreis eines Notfallortes per Smartphone, um im Notfall eine schnellere Erstversorgung zu gewährleisten. Die Stadtverwaltung sucht nach Freiwilligen, die sich an der Aufgabe beteiligen möchten.

Das System Mobile Retter, das bereits in mehr als 40 Regionen in Deutschland im Einsatz ist, läuft seit Mitte der Woche auch in Salzgitter. Ziel ist eine Ergänzung zum Rettungsdienst durch medizinisch geschultes Personal, welches sich im Umkreis zum einem Notfall befindet. Geht ein Notruf mit der Meldung Herz-Kreislauf-Stillstand in der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Salzgitter ein, werden ehrenamtliche, qualifizierte Ersthelfer über eine App alarmiert und können durch ihre räumliche Nähe Erste Hilfe leisten bis der Rettungsdienst eintrifft.

Bisher konnten seit Anfang Juli rund 30 registrierte Mobile Retterinnen und Retter in einer Testbetriebsphase eingebunden werden. Weitere rund 40 weitere Freiwillige absolvieren in Kürze die notwendige Schulung, um registriert zu werden. „Die Testphase verlief insgesamt sehr erfolgreich“, schreibt die Stadt Salzgitter.

Grundlage für den Beginn der Arbeit mit der Initiative Mobile Retter e.V. war ein Beschluss des Rates 2023. Das System lebt von den Menschen, die mitmachen. Je mehr es sind, je schneller ist Hilfe vor Ort. Die Berufsfeuerwehr Salzgitter sucht Freiwillige, die medizinisch geschult sind wie Angehörige aus Pflegeberufen, Ärztinnen oder Ärzte. Weitere Informationen online unter www.mobile-retter.org/sz.

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