Das Erlebnis steht im Mittelpunkt
Ein Gitarrist aus Salzgitter und fünf junge Bands spielen beim Festival in der Arche

Spielt zum Einlass in der Arche: der 15-jährige Gitarrist Ole Clausen aus Salzgitter. Foto: privat 
salzgitter. Fünf Bands, ein junger Musiker aus Salzgitter und ein Verein, der Talente aus der Region seit Jahren sichtbar macht: Am Sonnabend, 7. November, wird die Arche 4 am Martin-Luther-Platz zum Treffpunkt für Musikfans. Der Einlass beginnt um 18 Uhr, das Festival um 18.30 Uhr.

Wenn Metalcore auf Pop-Punk, Bluesrock auf Indie-Pop und Braunschweiger Musikleidenschaft auf Salzgitteraner Nachwuchsförderung treffen, ist ein abwechslungsreicher Abend garantiert. Der Verein „Bock auf Rock“ bringt junge Bands auf die Bühne, die ganz unterschiedliche Klangwelten vertreten und verbunden sind durch die Freude an handgemachter Live-Musik.

Schon beim Einlass gehört der Saal einem Talent aus Salzgitter: Der 15-jährige Gitarrist Ole Clausen singt von 18 bis 18.30 Uhr. Musik ist längst ein fester Bestandteil seines Alltags. Zu seinen Vorbildern zählen AnnenMayKantereit und Philipp Dittberner. Außerdem spielt er in der Jugendband „Fehlzündung“ und sammelt dort gemeinsam mit anderen erste Bühnenerfahrung. Sein Auftritt zeigt, worum es „Bock auf Rock“ geht: jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Chance zu geben und sie zu begleiten.

Zum Start verbindet Caruba aus Braunschweig dann Bluesrock, Soul und Pop mit Rhodes, Hammondorgel, markanten Gitarrenriffs und tanzbaren Bassläufen. Bekannte und weniger bekannte Coversongs erhalten durch eigene Arrangements, Mash-ups und einen warmen Retro-Sound ein unverwechselbares Caruba-Flair. Ebenfalls aus Braunschweig kommt Reigned From Below. Die 2023 gegründete Metalcore- und Nu-Metal-Band setzt auf düstere Riffs, schwere Breakdowns, aggressive Shouts und eingängige Clean-Vocals.

Mukk’n aus Verden (Aller) schlägt leisere, aber nicht weniger intensive Töne an. Ben, Jan und Tom machen Musik wie ein offenes Gespräch am Küchentisch. Die Band bringt eine Mischung aus Nostalgie und Aufbruchsstimmung nach Salzgitter-Bad. Damage Report aus der Nähe von Wolfsburg verarbeitet Herzschmerz, Alltag und Neuanfänge in englischsprachigem Pop-Punk. Kelvin, Darius, Jan und Daniel stehen seit 2022 gemeinsam auf der Bühne und machen hörbar, wie viel Energie entsteht, wenn langjährige Freunde zusammen Musik machen.

Kontour aus Braunschweig komplettiert das Programm mit poppigen Vibes und rockigen Klängen. Das Motto „Musik ist die Kontur des Lebens“ passt zu einem Abend, an dem das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt steht.

Dass ein Auftritt bei „Bock auf Rock“ ein wichtiger Schritt auf dem weiteren Weg sein kann, zeigen zwei Künstler aus der Region. Paul Brunner stand bereits zweimal bei dem Festival auf der Bühne erstmals 2020, heute hat er sich als Singer-Songwriter im deutschsprachigen Indie-Pop einen Namen gemacht. Seine gitarrengetriebenen Songs erzählen vom Aufwachsen, von Freundschaften, Kleinstadtrealitäten und persönlichen Krisen. Er erreicht inzwischen mehrere Tausend monatliche Hörer auf Spotify.

SIMAN aus Braunschweig trat 2021 und 2023 bei „Bock auf Rock“ auf und steht für Deutschpop ohne Liebeskummer. Sänger Joachim Kenneweg sorgt 2026 mit seinem Weiterkommen bei „The Voice“ für Aufmerksamkeit. Für „Bock auf Rock“ ist diese Entwicklung ein besonderer Grund zur Freude: Der Verein hat beiden Acts früh eine Bühne geboten, den Kontakt gehalten und so dazu beigetragen, regionale Talente zu unterstützen. „Wir freuen uns sehr, wenn Künstler, die bei uns erste oder frühe Auftritte hatten, ihren Weg erfolgreich weitergehen“, sagt Bastian Bartsch, geschäftsführender Vorstand des Vereins. „Solche Entwicklungen zeigen uns, wie viel musikalisches Potenzial in unserer Region steckt.“

In diesem Jahr wird das Festival auch filmisch begleitet: Der Medienmanagement-Student Jano Woiwode widmet sich „Bock auf Rock“ im Rahmen eines Dokumentarfilm-Projekts der Ostfalia Hochschule. Seine Kamera ist bereits beim Aufbau dabei und hält am Festivalabend das Geschehen auf und hinter der Bühne fest. Tickets gibt es für zehn Euro im Vorverkauf (zwölf an der Abendkasse) bei www.eventim.de.

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