Die Tiefbauer werden mit dem barrierefreien Ausbau einiger Haltestellen beginnen: Es geht um den einzelnen Bussteig der Haltestelle „Kanalbrücke“ sowie die südlichen Bussteige der Haltestellen „Vogelbeerweg“, „Maronenweg“ und „Waldesruh“. Die jeweils nördlichen Bussteige verfügen bereits über einen Busbord und eine kleine Wartefläche.
Auf 18 Metern Länge erfolgt laut Vorlage der Stadtverwaltung der sogenannte niederflurgerechte Ausbau mit Kasseler Borden mit einer Höhe von 16 Zentimetern. Außerdem bekommen die Haltestellen ein Blindenleitsystem in Form taktiler Platten in Weiß mit kontrastierendem Begleitstreifen in Anthrazit. „Die Ausbauweise entspricht dem mit dem Behindertenbeirat festgelegten Standard.“ Ansonsten bleiben die Bussteige dort, wo sie jetzt schon sind.
Eine Verengung des Straßenzuges Eyßelheideweg und „Am Tappenberg“ an den Bushaltestellen zur Verkehrsberuhigung ist aus einem bestimmten Grund nicht möglich, so die Stadtverwaltung. Die Route gilt nämlich als zentraler Rettungsweg für Winkel, was gegen eine Geschwindigkeitsabsenkung durch Einengung spricht.
Mit den Bordanlagen will die Stadt im Frühjahr beginnen. Sie sollen noch vor den Asphaltarbeiten stehen. Diese will die Stadt während der verkehrsärmeren Sommerferien durchziehen - auf 2,1 Kilometern der Straßen „Am Tappenberg“ und Eyßelheideweg, beginnend vom Hermann-Löns-Weg bis zur Straße Weißdornbusch. „Die Fahrbahn wird bis zu einer Stärke von zehn Zentimetern gefräst und mit einer Asphaltbinder- und -deckschicht wieder neu aufgebaut“, so die Verwaltung.
Während der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr vorgesehen. Für Anlieger gibt es eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Winkel. Konkreter wird die Vorlage noch nicht, die genaue Verkehrsführung stehe erst nach Auftragsvergabe und Erstellung eines Bauablaufplans fest.
Die Nebenanlagen auf der Südseite werden für „Radfahrer frei“ gekennzeichnet. An den Haltestellen wird es jedoch eng, dort wird es keine eigenen Warteflächen für Buspassagiere geben - eine Folge der nicht möglichen Einengung der Fahrbahn auf dem Rettungsweg. Die Stadt will auf der Fahrbahn allerdings auch in regelmäßigen Abständen Fahrrad-Piktogramme aufbringen, um allen Verkehrsteilnehmenden zu signalisieren, dass Radler stadteinwärts auf der Fahrbahn unterwegs sei dürfen.
Stadtauswärts, in Richtung Winkel, rollt der Radverkehr auf der Nordseite wie gehabt auf einem Schutzstreifen in der heute vorhandenen Breite von 1,50 Metern. Er bekommt wie auf anderen Straßen, etwa dem Alten Postweg, dann auch eine rote Markierung.
Der barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen ist mit 264.000 Euro eingeplant. Die Stadt kalkuliert mit einer Förderung durch Regionalverband Großraum Braunschweig und Landesnahverkehrsgesellschaft in Höhe von insgesamt 87,5 Prozent. Für die Asphaltdeckenerneuerung hat der Fachbereich Tiefbau 1,6 Millionen Euro angemeldet.