Vor knapp zehn Jahren hatte Matzen sich selbstständig machen wollen. Vom befreundeten Allgemeinmediziner Dr. Klaus Peter Rieke den Tipp bekommen, sich in Isenbüttel niederzulassen. „Komm her, neben meiner Praxis ist noch Platz.“ Gesagt, getan - jedoch noch nicht im eigenen Gebäude, sondern in Bürocontainern. Dort praktizierte Dörte Matzen acht Jahre lang mit ihrem Team. Das Einzugsgebiet ihrer Praxis erstreckt sich von Lüneburg bis in den Harz. „Allerdings muss man da auch die Außenstelle in Wolfenbüttel mit einbeziehen“, ergänzt Trutzhard Matzen.
Künftig soll im 250 Quadratmeter großen Erdgeschoss deutlich mehr Platz zur Verfügung stehen. Damit könne das vierköpfige Team Schritt für Schritt erweitert werden, möglicherweise auch noch durch eine zweite Ärztin oder Arzt. „Für das Obergeschoss könnten wir uns gut vorstellen, dass sich dort weitere Mediziner ansiedeln, vielleicht eine Praxis für Ergotherapie“, erklärt Dörte Matzen. Ihr Mann Trutzhard fügt hinzu: „Oder eine Tagespflege. Daher haben wir es möglichst flexibel konzipiert. Man könnte es sogar teilen.“ Dazu sei auch ein separater Eingang für das Obergeschoss eingeplant worden. Matzen will mit ihrer Praxis im Sommer umziehen. „Dann gehen die Container wieder zurück und die Fläche kann wieder als Parkplatz genutzt werden“, erklärt Trutzhard Matzen.
Mit dem Standort ist Familie Matzen sehr zufrieden. „Wir sind hier sehr gut erreichbar und unsere Patienten finden hier einfach einen Parkplatz“, sagt die Fachärztin für Augenheilkunde. Die Anbindung soll sich sogar noch verbessern, wie ihr Mann Trutzhard ausführt. „Denn bis Ende kommenden Jahres soll der Erixx-Haltepunkt fertiggestellt sein, der ist ja auch nicht weit weg.“
Entworfen wurde der Massivbau mit sandsteinfarbener Klinkerfassade von dem Braunschweiger Planungsbüro Wehmeyer, die Ausführungsplanung übernahm das Gifhorner Planungsbüros Werner Tietge. Mit der Umsetzung ist die Baufirma Schlender aus Adenbüttel betraut, die Familie Matzen in höchsten Tönen lobt. „Wir freuen uns auf das fertige Gebäude“, betont Dörte Matzen. „Das wird eine große Bereicherung - nicht nur für uns, sondern auch für Isenbüttel.“
Erst wenige Wochen vor dem Richtfest des künftigen Ärztehauses war eine weitere Baustelle im Reuteranger fertiggestellt worden. Anders als bei den durch Bränden zerstörten Märkten im Gifhorner Ortsteil Gamsen und im Koppelweg, war der Neubau des benachbarten Aldi-Marktes in Isenbüttel von langer Hand geplant. Im September 2024 wurde dieser Markt geschlossen, um am gleichen Standort neu zu bauen. Ein Jahr später, am 18. September, wurde der Neubau eröffnet. Dabei wurde nicht nur die Form des Daches verändert, der neue Markt ist mit 1.050 Quadratmetern auch noch mal 150 Quadratmeter größer als sein Vorgänger. Hellere und breitere Gänge sollen für eine freundlichere Atmosphäre sorgen.