Bei Thilo Gruda aus Gifhorn hat Sturmtief Elli die App Nina wachgehalten. Und das kam so: Anlässlich des Schneesturm-Wochenendes tippte Gruda auf die Warn-App auf seinem Smartphone, ob es dort neue Meldungen dazu gab. „Deshalb war sie nicht im Ruhezustand.“ Und so schlug sie nun auch zwei Wochen später beim Warntag zuverlässig an - im Gegensatz zu den „Kolleginnen“ auf offenbar zahlreichen anderen Smartphones.
Denn das ist laut Gruda das Problem bei solchen selten genutzten Apps: Smartphones schicken diese gern schlafen, wenn sie eine Zeitlang nicht genutzt werden. Gruda kennt sich damit aus, denn er ist einer jener Technikbotschafter, die im Kreis Gifhorn vor allem Senioren im Umgang mit Endgeräten wie Smartphones und Tablets zur Seite stehen, etwa bei sogenannten Digitaltreffs. Und dort stelle er dann immer wieder fest, dass zahlreiche Handys in der Angelegenheit Warn-App falsch eingestellt sind.
So könne man bei Smartphones Einstellungen dahingehend ändern, dass es gewisse Apps eben nicht in den Ruhemodus schickt. Oder man gewöhnt sich ein Ritual an, das in entsprechenden Abständen gepflegt wird: „Es reicht, die App einmal auf dem Display anzutippen.“
Auch der Landkreis Gifhorn empfiehlt, sich näher mit dem Smartphone und der Warn-App zu befassen. Er zählt wichtige Tipps auf: „Warn-Apps müssen installiert und regelmäßig aktualisiert werden. In der App muss ein Ort ausgewählt sein, für den Warnungen empfangen werden sollen (zum Beispiel Wohn- oder Arbeitsort). Benachrichtigungen müssen in den Geräteeinstellungen zugelassen sein. Für standortbezogene Warnungen ist die Freigabe der Standortdaten erforderlich.“
Der Landkreis empfiehlt zudem, Warn-Apps wie Nina oder Katwarn zu installieren. Die Funktion Cell Broadcast, die Handys unabhängig von vorinstallierten Apps erreicht, wurde beim jüngsten Warntag übrigens nicht genutzt.