Hoher Schaden nach Diebstahl in Wesendorf
Niemals die Geheimnummer auf die EC-Karte schreiben

Dreister Diebstahl: Einer 76-jährigen Wesendorferin wurde die Geldbörse gestohlen Foto: Frank Rumpenhorst Archiv
Wesendorf. In Wesendorf kam es zum Diebstahl einer Geldbörse mit anschließender Verwertungstat: Eine 76-jährige Frau hatte ihre Tasche beim Einkaufen in einem Supermarkt in Wesendorf einen kurzen Moment aus den Augen gelassen - und schon schritten Kriminelle zur Tat: Ihre Handtasche hatte sie an den Einkaufswagen gehängt, den Reißverschluss geschlossen und „die Tasche lediglich kurzzeitig nicht im Blick, um Waren aus den Regalen zu nehmen“, wie sie der Polizei mitteilte. Als die Rentnerin an der Kasse bezahlen wollte, stellte sie fest, dass ihre Geldbörse aus der nun geöffneten Handtasche verschwunden war.

Der Täter erbeutete damit nicht nur mehr als 150 Euro Bargeld, sondern auch die EC-Karte der Geschädigten. Als diese die Karte nach Feststellung des Diebstahls umgehend in einer Bankfiliale sperren lassen wollte, erfuhr sie, dass bereits 700 Euro von ihrem Konto abgebucht worden waren. Sofort erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Form des Diebstahls, bei der insbesondere ältere Menschen im Fokus der Täterinnen und Täter stünden. Diese suchten mitunter gezielt Körperkontakt, etwa in Form eines „versehentlichen“ Anrempelns oder Verbeidrängens. Dabei werde die Geldbörse unbemerkt entwendet. „Häufig kommt es im Anschluss zu sogenannten Verwertungstaten“, wie es bei der Polizei weiter heißt. „Gelangen Täter an die PIN-Nummer, werden häufig unmittelbar nach dem Diebstahl hohe Geldbeträge von den Konten der Geschädigten abgehoben.“ Daher rät die Polizei eindringlich, die PIN niemals auf der Karte zu vermerken oder - auch nicht in verschlüsselter Form - im Portemonnaie mitzuführen.

Druckansicht