Betrug mit gefälschtem iPhone
Polizei Gifhorn warnt vor dreister Masche

Mit einem gefälschten iPhone wurde eine Person aus dem Landkreis Gifhorn um rund 1.000 Euro betrogen. Die Polizei warnt vor der dreisten Masche.Foto: Nico Tapia/dpa-tmn
Gifhorn. Originale Verpackung, unbeschädigte Siegel, passende Seriennummer und doch ein Schaden von mehr als 1.000 Euro: Die Polizei warnt vor gefälschten iPhones, die online zum Kauf angeboten werden. Anlass ist ein aktuelles Ermittlungsverfahren, bei dem ein Mann aus dem Landkreis Gifhorn dreisten Betrügern auf den leim ging.

Dem derzeitigen Stand der Ermittlungen zufolge entdeckte der 41-Jährige auf der Plattform Kleinanzeigen ein Inserat für ein neues und originalverpacktes iPhone 17 Pro Max. Er trat mit dem Verkäufer in Kontakt und vereinbarte nach Einigung über den Kaufpreis eine persönliche Übergabe. Zu dieser kam es am vergangenen Sonntag. Dabei übergab der Verkäufer neben dem Mobiltelefon auch eine Rechnung eines bekannten und seriösen Onlinehändlers.

Zu Hause nahm der 41-Jährige das iPhone aus der Verpackung. Erst bei der Inbetriebnahme wurde er stutzig: Bei der Software waren Unstimmigkeiten festzustellen. Schließlich stellte sich dann heraus, dass es sich bei dem Smartphone nicht um ein iPhone handelte, sondern um eine Fälschung. Daraufhin versuchte der 41-Jährige, den Verkäufer über Kleinanzeigen zu kontaktieren. Doch dieser blieb unerreichbar und hatte kurz darauf auch sein Profil auf der Plattform gelöscht. Der 41-Jährige erstattete schließlich Anzeige bei der Polizei.

Der Verkauf von gefälschten iPhones ist laut der Beamten mittlerweile eine verbreitete Masche. Die Täter gehen dabei äußerst professionell vor. So sind auf dem Karton der Geräte Seriennummern und IMEI-Nummern abgedruckt, die einer Überprüfung auf entsprechenden Onlineportalen standhalten. Auch die Geräte selbst sind auf den ersten

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Blick, also beispielsweise beim Auspacken am Übergabeort, schwer vom Original zu unterscheiden. Bei der Inbetriebnahme fallen dann erste Unterschiede zum Original auf, etwa ein abweichendes Softwaredesign. Installiert ist oftmals eine modifizierte Android-Version. Ein Warnsignal ist zudem, dass die Geräte sehr schnell eine hohe Wärmeentwicklung aufweisen.

„Um sich vor einem Schaden zu schützen, sollten Geräte bei einer persönlichen Übergabe ausgepackt, eingeschaltet und auch eingerichtet werden“, rät die Polizei. Erst dabei könne ein potenzieller Betrug sicher erkannt werden. Täter versuchten allerdings, diesen Schritt zu verhindern, indem sie einen Wertverlust des Geräts anführen, wenn die Verpackung geöffnet wird.

Daher gilt: Sollten bei einem Verkauf Zweifel an der Rechtmäßigkeit aufkommen, sollte unverzüglich die Polizei informiert werden.

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