GmbH arbeitet an fünf großen Themenbereichen
Doch ist das Projekt Frauen-Netzwerk tatsächlich alles, was in den letzten Monaten bei der Wirtschaftsförderung geschaffen wurde? Beileibe nicht. Auf fünf Säulen basiert die Arbeit, die seit wenigen Wochen im Haus der Wirtschaft am Steinweg gebündelt ist. Innovation, Wissen, Technik beinhaltet Baustein Nummer eins. „Da bedienen wir nicht nur den Automotive-Bereich“, betont Wiegand. Wer ein Unternehmen gründet oder aber Beratung für ein bestehendes Unternehmen benötigt, findet dort ebenfalls Hilfe. Über die Landkreis-Grenzen hinaus wirbt Johanna Vogt als Expertin für Standortmarketing für die Region. Zusammen mit den Kommunen kümmert sich die Wirtschaftsförderung um die Nutzung von Gewerbeflächen. Unter dem Stichwort Fachkräfte laufen unterschiedliche Formate, um die heimische Wirtschaft zu stärken. Nein, sie erfinden das Rad keinesfalls neu, merken aber bereits beim Aufbau der Gesellschaft, wo noch Luft nach oben ist.
Etwa beim Potenzial, das Frauen als Gründerinnen haben können, so Alina Dosdall. Sie verantwortet den Zweig Gründungsberatung bei der Wirtschaftsförderung Innovation & Service. Nach Gesprächen mit Landrat Philipp Raulfs, den Gleichstellungsbeauftragten Verena Maiwald (Landkreis) und Sevdeal Erkan-Cours (Stadt Gifhorn) sei die Idee zur Gründung non „next.us“ gereift. Kein Abklatsch bestehender Netzwerke, erst recht keine Konkurrenz dazu, betont Alina Dosdall. „Wir haben etwa im Papenteich mit Rampenlicht ein tolles Netzwerk von Frauen. Auch in Gifhorn treffen sich inzwischen Unternehmerinnen. Das soll auch alles so bleiben. Wir wollen es nur noch riesiger machen“, sagt sie.
Nach der großen Auftaktveranstaltung am 27. August finden nach Themen sortierte Treffen statt. Auch da will „next.us“ einen Unterschied machen: Warum nicht Online-Termine an Mittagen anbieten? Abendveranstaltungen seien für viele Frauen, die auch noch Familie und Haushalt wuppen, schwer wahrzunehmen.
Offen für alle berufstätigen Frauen sei das Netzwerk, die mit einer Selbstständigkeit liebäugeln. Denn das Vorhaben scheitere oft an schlechteren Rahmenbedingungen. „Die Hürden für Frauen, sich selbstständig zu machen, sind höher als bei Männern“, wisse sie aus Beratungen. „Dabei haben so viele Frauen echten Unternehmensgeist.“ Tipps zum Mutterschutz, Ausfallzeiten, Steuern und Finanzen - hier möchte das neue Frauen-Netzwerk helfen.
Fünf Frauen, die ihren Weg als Selbstständige und in der Politik bereits gehen, werden am 27. August von ihren Erfahrungen berichten und Mut machen. „Das Gründungspotenzial ist unglaublich“, hofft auch Wiegand auf eine große Beteiligung. Aktuell haben sich rund 60 Frauen angemeldet.
Alle Infos zur AuftaktveranstaltungDer Start von next.us, dem neuen Netzwerk für Frauen im Landkreis Gifhorn, das Vernetzung, Austausch und gegenseitige Unterstützung fördert, ist am 27. August, 18 bis 20 Uhr in den Räumen von Moodus an der August-Horch-Straße 2.
Impulse gibt‘s von Kirsikka Lansmann, Landtagsabgeordnete der SPD, Lena-Sophie Laue, Landtagsabgeordnete der CDU, Carina Heidermann, COO LB.systems GmbH, Alina Hellmann, Gründerin JA.Finanzen und Dr. Somayeh Dana, Gründerin fnGen. Kinder sind willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind bis zum 20. August möglich über den Link https://eveeno.com/101668762 oder per Mail an johanna.vogt@wf-gifhorn.de.