„Dort haben wir einen Tresor gefunden“, berichtet Stadtförster Dirk Schäfer. „Er war allerdings leer.“ Die Stadtforst hatte vier Stationen organisiert, von denen aus Mitarbeiter und freiwillige Helfer zum Müllsammeln starteten. Die Treffpunkte waren am VW-Bad, am Theater, an der Breslauer Straße und am Schützenhaus. Etwa 100 Personen beteiligten sich laut Schäfer an der Aktion. „Unsere Mitarbeiter beteiligen sich gerne an der Aktion“, so Schäfer. „Es ist wichtig, die Leute für das Thema zu sensibilisieren und eine gemeinsame Aktion mit anderen Akteuren zu starten.“ Ziel sei es, deutlich zu machen, wie lebenswert eine saubere Stadt sei. Gerade zum Ende des Winters lasse sich im Wald immer besonders viel Müll finden, berichtet er von den Erfahrungen seiner täglichen Arbeit. Da gelte es, an die Verantwortung der Menschen zu appellieren, ihren Müll ordnungsgemäß zu entsorgen und ihn nicht einfach in den Wald zu werfen.
Der gemeinsame Stadtputztag für die ganze Stadt wurde von der Wolfsburger Abfallwirtschaft (WAS), der Stadt Wolfsburg und der Wolfsburg Wirtschaft und Marketing Gesellschaft (WMG) gemeinsam organisiert. Während in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Zeiten in den einzelnen Stadt- und Ortsteilen saubergemacht wurde, gab es dieses Jahr erstmal seit langer Zeit wieder einen zentralen Tag.
„Wir hatten mehr als 5.000 Anmeldungen“, berichtete WAS-Vorstand Marcus Frerich. Ob Vereine, Feuerwehren, Ortsräte, Kindergärten oder Schulen - das Interesse, sich zu beteiligen, sei groß gewesen. „Unser Ziel ist es, so einen Tag zu etablieren“, sagte Frank Hitzschke von der WMG.
Eine Vorsfelder Familie beteiligte sich ebenfalls am Stadtputztag. Vom Fuhrenkamp aus ging es für die Familie in Richtung Neuer Teich und später wieder zurück in die Eberstadt. „Wir haben Unmengen an leeren Schnaps- und Weinflaschen gefunden“, berichtete die Familie. Auch Einweg-Kaffeebecher, Bonbonpapier und Taschentücher seien reichlich zu finden gewesen. Warum sich die Familie an der Aktion beteiligte? „Wir halten uns gerne selber am Neuen Teich auf und freuen uns, wenn es dort sauber ist. Außerdem wollten wir unseren Kindern ein Gefühl dafür vermitteln, wie gut es ist, wenn man etwas für die Gemeinschaft macht.“