Das Museum stellt über 130 Fahrzeuge aus der Geschichte von Volkswagen aus. „Wir haben hier eine große Sammlung und wir reduzieren uns zurzeit. Aus dieser Reduktion heraus, haben wir doppelte genommen, auch welche, die wir nicht mehr ausstellen wollen oder die nicht zur Marke gehören. So haben wir uns für diese elf Exponate entschieden“, erzählt Museumshistoriker Eckberth von Witzleben.
Das Museum hat zwar einen gewissen Haushalt, von dem auch Restaurierungen und Instandsetzungen bezahlt werden, für die ausgemusterten Fahrzeuge wäre dies allerdings zu teuer geworden: „Teilweise sind auch Fahrzeuge dabei, die den Restaurationsaufwand so hoch gestalten würden, dass es budgetär nicht mehr zu vertreten ist“, fügt Museumsleiter Hilmar Schimenas hinzu. „Da sind teilweise Blech- oder Lackarbeiten zu tätigen oder Standschäden – und die repariert man nicht mal eben mit ein paar kleinen Handgriffen“ ergänzt er.
Alle Fahrzeuge sind älter als 30 Jahre und erhalten daher ein H-Kennzeichen, bestätigt der Museumshistoriker. Im Vorfeld wurden alle Fahrzeuge von einem Gutachter begutachtet: „Dieses Gutachten bekommt dann auch der Kunde mit“, bestätigt von Witzleben.
Es geht bereits ab 400 Euro los, unter den elf Modellen sind aber auch teurere Schätze zu finden: darunter ein VW Bulli T2 9-Sitzer L von 1969, der bereits mit einem Tisch und Bänken ausgestattet ist. „Nach Restauration wäre der zum Beispiel perfekt für Reisen geeignet“, sagt von Witzleben. Auch der VW LT 31 von 1978, der ehemals von der Freiwilligen Feuerwehr Hankensbüttel genutzt wurde, wäre dafür ideal, Schimenas hätte aber noch eine andere Idee: „Man könnte ihn auch gut zum Foodtruck umfunktionieren.“
Besonders bei dem 1987-er VW Scirocco GT fällt von Witzleben die Trennung schwer: „Das ist ein sehr schönes Auto, was die 80er Jahre verkörpert: dieses Unbeschwerte.“ Auch ein älteres Modell des Wolfsburger Wahrzeichens ist zu erwerben, der VW Golf III VR6 syncro von 1995.
Am Eröffnungstag, gab es online bereits 32 Anfragen und zwei Angebote. Auch vor Ort wurde schon ein Angebotsschein ausgefüllt und in die Box gesteckt. Der nächste Interessent ließ auch nicht lange auf sich warten: VW-Liebhaber Michael Meier hat den VW 412 LE Variant von 1973 ins Auge gefasst. „Ich habe dieses Modell selbst viele Jahre gefahren“, erzählt er. An diesem Tag kommt er jedoch für einen Freund vorbei, der Interesse an dem Fahrzeug hat.
„Ich habe einen sehr guten Freund, mit dem ich diese Leidenschaft teile und dann hat er mich gefragt, ob ich nicht für ihn herfahren kann. Ich habe sofort zugestimmt“, berichtet Meier. Auch einen VW-Bus hat er 16 Jahre besessen und ausschließlich für Urlaube genutzt: „Wir sind damit bestimmt zehnmal in England gewesen, das habe ich in sehr guter Erinnerung.“
Bis zum 15. April wird es jeden Freitag von 14 bis 16 Uhr die Möglichkeit geben, die Fahrzeuge vor Ort zu begutachten und Fragen zu stellen. Am 15. April werden dann die neuen Besitzer verkündet, dabei gilt: Wer das höchste Gebot zum jeweiligen Fahrzeug abgibt, bekommt es auch. „Wenn mehrere Personen den gleichen Preis nennen, werden sie nochmal kontaktiert“, erklärt von Witzleben.
Dabei darf der ausgewiesene Preis aus gesetzlichen und stiftungsrechtlichen Gründen nicht unterschritten werden, zudem gilt der Gewährleistungsausschluss.
Auch auf der Website: www.automuseum-volkswagen.de sind die Autos zu sehen, besteht dann Kaufinteresse kann dieses per E-Mail an info@automuseum-volkswagen.de mitgeteilt werden.