„Weyhausen und Fallersleben hatten früher eine ganz enge Verbindung“, sagt Schlichting. Viele Weyhäuser seien zum Einkaufen oder zum Arztbesuch nach Fallersleben gefahren. Doch seit einiger Zeit ist das sehr schwierig: „Die Busverbindung zwischen beiden Orten ist nicht so toll“, so Schlichting. „Gleichzeitig sind viele ältere Menschen nicht mehr so mobil.“
Im Boldecker Land gibt es einige der sogenannten Mitfahrerbänke, etwa an der Einkaufsmeile in Weyhausen. Die Idee dahinter: Wenn jemand von Weyhausen nach Fallersleben möchte, kann er sich auf die offiziell ausgeschilderte Bank setzen. Autofahrer, die das Prinzip kennen, halten an und nehmen die Person in ihrem Auto mit nach Fallersleben. Andrè-Georg Schlichting will so eine Mitfahrerbank auch in Fallersleben etablieren: „Ich kenne einige Fallersleber, die in Weyhausen einkaufen.
Sie könnten beispielsweise auf dem Rückweg jemanden von Weyhausen mit nach Fallersleben nehmen.“ Das Schild hat er jetzt bekommen, die Bank will die Stadt im Frühjahr aufstellen. Der Ort steht schon fest: an der Ecke Am Neuen Tor/Bahnhofstraße (Höhe Aldi). „Ich möchte dieses Mitfahrprinzip hier etablieren, so wie es bereits in ganz Deutschland praktiziert wird“, sagt Schlichting. Die Gesamtkosten der Maßnahme beziffert er auf rund 2.000 Euro. Ein Teil des Geldes – es sind 60 Prozent – fließt aus dem Zentren-Förderprogramm ZIZ, den Rest steuert der Ortsrat bei. Diese Stelle werde offiziell als Mitfahrerbank ausgeschildert. Natürlich werde es einige Zeit brauchen, so Schlichting, ehe diese Art des Reisens angenommen werde. „Es muss sich herumsprechen“, betont er.
Er finde es jedenfalls wichtig, ein zusätzliches Mobilitätsangebot für Personen einzurichten, die in ihrer Mobilität eingeschränkt seien. Umso schöner, wenn dann auch noch die frühere enge Verbindung zwischen Fallersleben und Weyhausen neu belebt werde.