Phaeno erweitert
das Angebot
Die Diskussion um Vermittlung von Wissenschaft steht im Zentrum

Wissenschaftler unter sich: Professor Klaus Neuburg (2. v. li.) mit Julius Lipinski, Julian Knigge und Moritz Winkler von der Ostfalia Hochschule.Foto: Matthias Leitzke
Wolfsburg. Zum 20-jährigen Bestehen hat das Phaeno Science Center in Wolfsburg sein Angebot erweitert und einen neuen Bereich eröffnet: das Forum. Hier soll es künftig darum gehen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in einer zunehmend komplexen Gesellschaft vermittelt und gemeinsam diskutiert werden können.

Seit seiner Eröffnung steht das Phaeno dafür, naturwissenschaftliche Phänomene anschaulich erlebbar zu machen. Dieses Prinzip bleibt weiterhin zentral. Mit dem Forum wird das Konzept nun ergänzt: Themen, die über einzelne Experimente hinausgehen und gesellschaftliche Bedeutung haben, sollen hier gemeinsam reflektiert werden. Der neue Bereich versteht sich als Ort für Austausch, unterschiedliche Perspektiven und ein vertieftes Verständnis komplexer Zusammenhänge.

Eingebettet ist das Forum in den neuen Ausstellungsbereich „Planet A“, der sich mit Wetter- und Klimaphänomenen beschäftigt. Besucherinnen und Besucher können dort nachvollziehen, wie CO2 zur Erderwärmung beiträgt und welche Rolle fossile Rohstoffe im Klimasystem spielen - etwa der Kunststoff: Der Werkstoff basiert auf fossilen Rohstoffen, ist in vielen Produktionsprozessen unverzichtbar und spielt eine wichtige Rolle in der Diskussion um Klimaschutz und Ressourcenverbrauch. Das Forum greift diese Zusammenhänge auf und stellt Fragen nach ressourcenschonenden Lösungen.

Ziel ist es dabei nicht allein, naturwissenschaftliche Grundlagen zu vermitteln. Vielmehr soll das Forum helfen, komplexe Themen einzuordnen und damit eine Grundlage für informierte Meinungsbildung und gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen.

Möglich wurde das erste Forum-Format durch eine Kooperation mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. Die Zusammenarbeit zwischen Phaeno und Ostfalia gilt im Rahmen einer Förderung durch die Volkswagen-Stiftung als Modellprojekt für neue Formen der Wissenschaftskommunikation.

Am Wolfsburger Institut für Recycling arbeitet die Ostfalia an Werkstoffen der Zukunft, darunter nachhaltige Faserverbundmaterialien und biobasierte Rohstoffe. Diese Forschung findet im neuen Forum einen Ort, an dem sie öffentlich diskutiert und eingeordnet werden kann.

Das neue Forum setzt dabei bewusst auf dialogische und partizipative Formate. Kooperationen mit Wissenschaft und gesellschaftlichen Akteuren sollen regelmäßig wechseln.

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