Investor Harald Vespermann will im Gespräch mit unserer Zeitung keinen konkreten Zeitplan nennen. Auf seiner Firmenhomepage zum Projekt Schreiberweise steht noch, dass das Gebiet „ab 2024/2025″ in verschiedenen Bauabschnitten verwirklicht werden soll. Die Animationen auf den Internetseiten sind vielversprechend.
„Das Plangebiet umfasst 20.000 Quadratmeter Fläche am Flockenweg“, sagt Vespermann. Geplant sind zwei getrennte Bereiche: Im vorderen Gebiet sollen auf 11.000 Quadratmetern moderne, mehrgeschossige Häuser mit 80 Mietwohnungen und Gewerbeflächen und ein Ärztehaus entstehen.
Im hinteren Bereich – es ist das Gelände der früheren Flockenfabrik – sind eine Kita mit Platz für bis zu 120 Kinder und Gewerbehallen geplant. Vespermann spricht von einer „neuen Ära der urbanen Lebensqualität und geschäftlichen Exzellenz in der Südstadt von Vorsfelde“. Auch eine Bushaltestelle sei geplant, verrät Harald Vespermann. „Direkt an der Helmstedter Straße, auf beiden Seiten.“
Es ist nicht das einzige Millionenprojekt, das der Wolfsburger Investor in der Vorsfelder Südstadt verwirklicht: Ganz in der Nähe, Am Bahnhof 11, hat
er ein Ensemble von fünf Doppelhäusern gebaut und ist erst kürzlich fertig geworden. „Wohnen für jung und alt“, beschreibt Vespermann das Projekt. Zwei Häuser seien bereits verkauft worden, die anderen acht seien aktuell noch zu haben. Er glaube fest an das Potenzial der Vorsfelder Südstadt – auch wenn sie bisweilen im Schatten von Vorsfelde-Mitte und Vorsfelde-Nord stehe.
Ortsbürgermeisterin Sandra Straube (PUG) sagt auf Anfrage unserer Zeitung: „Ich freue mich, dass ein ansässiger Investor sich so für den Standort Vorsfelde einsetzt. Diese Entwicklung wird Vorsfelde weiter als attraktiven Wohn- und Geschäftsort insbesondere in der Südstadt stärken.“ Vor allem mit einer neuen Kita, neuen Gewerbeeinheiten und der Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten sowie Ansiedlungen im therapeutischen Bereich werde sich Vorsfelde zu einem Top-Standort entwickeln. Denn hinzu kämen eine einzigartige Fachwerkarchitektur, inhabergeführte Geschäfte, eine große Restaurantvielfalt inmitten der Natur zwischen Aller und Drömling.
Aber, so Straube: „Wichtig ist mir aber weiterhin, dass sich die Bebauung an die bereits bestehende Nachbarschaft anpasst und insbesondere die Bauhöhe in nächster Umgebung zum Bestand angemessen begrenzt wird.“ Mit der überarbeiteten Planung des Bauherren sei das sehr gut gelungen.
Erst vor knapp einem Jahr ist das Edeka Center Bahrs an der Neuhäuser Straße offiziell eröffnet worden. Das frühere Einkaufszentrum „Drömling-Center“ wurde innen komplett umgebaut, der Edeka hat jetzt ein Café und erheblich mehr Verkaufsfläche als vorher. Schon dieses Millionenprojekt feierten die Politiker als Riesenfortschritt für die Vorsfelder Südstadt. Diese Entwicklung wird mit den neuen Wohn- und Gewerbeprojekten an Flockenweg und Bahnhof weiter verstärkt.