Zur Petition möchte sich Alexander Spät nicht äußern. Der 66-Jährige wirkte beim Fototermin mit der WAZ jedoch zuversichtlich. Isabell Kowalk ist eine Elternvertreterin der Neuen Schule. Sie berichtete der WAZ, dass sie die Petition unterschrieben habe und sie auch weitergeleitet habe. „Wir Eltern möchten ebenfalls, dass Alexander Spät bleibt. Wir wissen nicht, warum sein Vertrag nicht verlängert wird“, so Kowalk.
Dem Kollegium zufolge ist der Hausmeister „nicht kurzfristig und nicht ohne spürbare Verluste ersetzbar“. Er sei ein fester und verlässlicher Ansprechpartner, eine Anlaufstelle für alle: Ob eine Tür klemmt, ein Ball auf dem Dach liegt oder jemand Unterstützung braucht – laut den Lehrern ist Alexander immer da und steht seinem gegenüber hilfsbereit und ansprechbar zur Seite. „Er ist ‚die gute Seele‘. Er ist ein verlässlicher Halt im Alltag und eine Respektperson", schreiben die Pädagogen in der Petition.
Zudem werde sein Weggang eine spürbare Lücke hinterlassen. „Es drohen Störungen im täglichen Schulbetrieb, zusätzliche Belastungen für Kollegium und Organisation und ein Bruch in gewachsenen Strukturen und Beziehungen“, teilen die Lehrer mit. Die Schule ist eine Tochter der Wolfsburg AG, die wiederum zu 50 Prozent der Stadt Wolfsburg gehört. Der Schulbetrieb wurde 2009 aufgenommen. Zum Schuljahr 2025/26 wurde für die neuen Jahrgänge 1,5 und 11 sowie Quereinsteiger das Schulgeld eingeführt. Für die weiteren Bestandsschüler wird das Schulgeld erst mit Eintritt in die jeweiligen Jahrgangsstufen erhoben.Auf der Website der Neuen Schule ist zu sehen, dass neben Alexander Spät noch zwei weitere Hausmeister mitarbeiten. Wie die Lehrerinnen und Lehrer erklären, sei es ein „großes Geschenk für die Schule“, dass Alexander Spät seinen Ruhestand noch einmal aufschieben möchte. „Ein weiteres Jahr bedeutet nicht nur Stabilität, sondern auch die Chance auf eine sorgfältige Übergabe seines umfangreichen Wissens“.
Deshalb wenden sich die Schülerinnen und Schüler, die Mitarbeitenden sowie die Eltern der Neuen Schule an die Geschäftsführung und die Geschäftsstelle. In der Petition heißt es: „Ermöglichen Sie Alexander ein weiteres Jahr an unserer Schule – zu den aktuellen Bedingungen!"
Bis Freitag haben 304 Personen die Petition unterschrieben. In der Privatschule an der Heinrich-Heine-Straße werden fast 1.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.