Besonders positiv habe sich das Kerngeschäft der Wohnungsbewirtschaftung entwickelt, wie die Neuland mitteilt. Als Gründe dafür werden moderate Mietsteigerungen, ein effizientes Kostenmanagement und geringere Instandhaltungsaufwendungen angeführt.
Zum Ende vergangenen Jahres bewirtschaftete die Neuland 11.325 Wohnungen in Wolfsburg. Die durchschnittliche Wohnungsmiete lag bei 6,92 Euro je Quadratmeter. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum bleibe weiterhin hoch, so das Unternehmen.
Im vergangenen Jahr investierte die Neuland insgesamt rund 61 Millionen Euro in Neubau, Modernisierung und Instandhaltung. Der Schwerpunkt lag dabei auf energetischen Sanierungen, der Weiterentwicklung von Quartieren sowie der langfristigen Sicherung von Qualität und Klimaschutz im Wohnungsbestand.
Auch in diesem Jahr rechnet die Neuland mit einem moderaten Jahresüberschuss und setzt den eingeschlagenen Investitionskurs fort. Bis 2035 plant das Unternehmen Investitionen von rund 320 Millionen Euro in Neubau und Modernisierung, mit dem Schwerpunkt auf energetischen Modernisierungen.
Eines der größten Projekte ist dabei die Sanierung von Don Camillo und Peppone in Detmerode. Darüber hinaus laufen große Modernisierungen in der Eisenacher Straße in Westhagen mit einem Gesamtvolumen von über 30 Millionen Euro sowie im Schlesierweg. Dort ist geplant, ein Gesamtvolumen von etwa 40 Millionen Euro in die serielle Sanierung des Bestandes zu investieren. Zudem laufen aktuell noch Projekte im Mühlengraben und in der Schillerstraße.
Zusätzlich zu den genannten Projekten ist laut Neuland geplant, noch in diesem Jahr mit dem nächsten Modernisierungsprojekt in den Höfen zu beginnen. Hier sollen die Fenster getauscht und die gesamte Hülle energetisch aufgewertet werden.
„Parallel dazu laufen bei uns im Haus im Rahmen des Portfoliomanagementprozesses die Vorbereitung für die Festlegung
weiterer konkreter Projekte“, teilt die Neuland auf Anfrage mit. „Hier ist es allerdings noch zu früh, konkret zu werden, zumal die Projekte uns noch deutlich in das Jahr 2027 beschäftigen werden“, so die Neuland.
Nach Abschluss des Projektes „Neue Reihe“ in der Nordstadt gebe es im Bereich Neubau keine konkreten Planungen, da der maßgebliche Fokus auf der Modernisierung des Bestandes liege.
„Der Jahresabschluss zeigt, dass die Neuland wirtschaftliche Stabilität und soziale Verantwortung erfolgreich miteinander verbindet. Gerade in angespannten Wohnungsmärkten ist es entscheidend, dass bezahlbarer Wohnraum erhalten und weiterentwickelt wird. Neuland nimmt diesen Auftrag ernst und investiert konsequent in Bestand, Klimaschutz und lebenswerte Quartiere“, betont Aufsichtsratsvorsitzende Immacolata Glosemeyer.
„Die Neuland ist ein zentraler Pfeiler der kommunalen Daseinsvorsorge in Wolfsburg. Der bestätigte wirtschaftliche Kurs schafft die Grundlage dafür, auch künftig in Wohnraum, Klimaschutz und stabile Quartiere investieren zu können“, sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann.
Der Aufsichtsrat bestätigt mit der Empfehlung zur Feststellung des Jahresabschlusses den soliden wirtschaftlichen Kurs und sieht die Neuland gut aufgestellt, um ihren sozialen Auftrag als kommunale Wohnungsbaugesellschaft auch künftig zu erfüllen.