Entstanden ist die Richtlinie in einem anderthalbjährigen Beteiligungsprozess, an dem Schulen, freie Träger und die Stadtverwaltung gemeinsam gearbeitet haben. Sie ist Teil des kommunalen Rahmenkonzepts „Mit Kindern für Kinder – Ganztag. Gemeinsam. Gestalten." und schafft erstmals einheitliche und transparente Rahmenbedingungen für alle Wolfsburger Ganztagsgrundschulen. Wolfsburg baut das Ganztagsangebot im Primarbereich bereits seit 2007 aus – die neue Richtlinie schreibt diesen Weg mit klaren Strukturen fort.
Das Regelwerk basiert auf einem modularen Aufbau: Gefördert werden der reguläre Ganztagsbetrieb, Spätbetreuungen, Ferienangebote, Inklusionsmaßnahmen sowie Projekte zur Qualitätsentwicklung. Berücksichtigt werden Personal-, Sach- und Verwaltungskosten der Ganztagsträger; die Förderung erfolgt auf Antrag der kooperierenden Träger. Herzstück ist der Qualitätsanspruch: Regelmäßige Qualitätsdialoge zwischen Schulen, Trägern und Stadtverwaltung sowie verbindliche Zielvereinbarungen sollen den Standard dauerhaft sichern. Der Anteil pädagogischer Fachkräfte soll schrittweise steigen – bis 2033 strebt die Stadt eine Fachkraftquote von 100 Prozent an.
Die schrittweise Umsetzung ist bis 2029 geplant, begleitet von stadtweitem Monitoring und zusätzlichen Qualifizierungsangeboten für pädagogisches Personal. Wolfsburg verbindet damit finanzielle Förderung dauerhaft mit dem Anspruch auf Qualität – und setzt fort, was vor fast 20 Jahren begann.
„Wolfsburg hat früh auf den Ganztag gesetzt – und wir haben dabei viel gelernt. Diese Richtlinie baut auf fast 20 Jahren Erfahrung auf und gibt dem Ganztag jetzt den verlässlichen Rahmen, den Familien, Schulen und Träger brauchen", sagt Oberbürgermeister Dennis Weilmann. Bildungsdezernentin Iris Bothe ergänzt: „Eine gute Richtlinie entsteht nicht am Schreibtisch – sie entsteht im Dialog."