Der Mäc-Geiz-Standort befindet sich in der Langen Straße in Vorsfelde. Wie es konkret mit diesem Standort weitergeht, dazu gab es am Dienstag keine Auskunft. Ein Sprecher des Unternehmens teilte mit, zu einzelnen Filialen keine Aussagen treffen zu können.
Laut ersten Informationen soll der Betrieb jedoch in allen Geschäften zunächst unverändert weitergehen. Entsprechend sollen auch die rund 1200 Beschäftigten bis auf Weiteres bleiben; sie bekommen die nächsten drei Monate Insolvenzgeld.
Aber: Es sei nicht auszuschließen, dass Filialen schließen. Alle würden überprüft. Somit ist auch die Zukunft des Wolfsburger Geschäfts ungewiss. Denn: Schon 2010 musste Mäc Geiz erstmals Insolvenz beantragen. Damals übernahm die NKD Vertriebs-GmbH einen Großteil der Mietverträge unter anderem in Niedersachsen, MTH Retail Services den Geschäftsbetrieb. Erst im Februar dieses Jahres wurde die Billigkette erneut übernommen, dieses Mal vom Discounter Kodi aus Oberhausen. Der Schritt galt in der Branche eigentlich als Rettung. Eine Filiale, die Mäc Geiz in der Porschestraße in Wolfsburg betrieb, schloss bereits 2023 ihre Pforten.
Mäc Geiz eröffnete 1994 seine erste Filiale in Halle (Saale). Schon 2006 entstand nach eigenen Angaben das 160. Geschäft. Durch die Insolvenz 2010 verlor das Unternehmen dann aber einen Großteil seiner Läden. Bevollmächtigter im jetzigen Verfahren ist laut Bekanntmachung die Kanzlei Andres Partner, die schon 2023 den Düsseldorfer Modehändler Peek & Cloppenburg begleitete. Sachverwalter ist Anwalt Lucas Flöther, bekannt von der Air-Berlin-Insolvenz 2017.