Das Pilotprojekt läuft von März 2026 bis Mai 2027 und wird vom Referat Strategisches Bildungsmanagement der Stadt Wolfsburg begleitet. Ziel ist es, Kinderrechte auf Stadtteilebene zu stärken und jungen Menschen mehr Beteiligung bei lokalen Entscheidungen zu ermöglichen.
Zum Auftakt hatte die städtische Kinderbeauftragte Katrin Dedolf die beiden neuen Kinderbeauftragten Sandra Jördens für Mitte-West sowie Viktor Stuckert für Fallersleben/Sülfeld zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Im Mittelpunkt standen das Kennenlernen, die Vernetzung und die neue Aufgabe in den Ortsräten.
Nach Angaben der Stadt sollen die Kinderbeauftragten künftig als Bindeglied zwischen jungen Menschen, Politik und Verwaltung fungieren. Sie sollen darauf achten, dass die Interessen von Kindern und Jugendlichen bei Planungen und Vorhaben berücksichtigt werden.
Katrin Dedolf betont: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, gehört zu werden. Auch auf lokaler Ebene.“ Mit den Kinderbeauftragten entstünden feste Ansprechpersonen in den Ortsräten, die Beteiligung vor Ort ermöglichen sollen. „Ich freue mich sehr über das Engagement der neuen Kinderbeauftragten und die Zusammenarbeit im Pilotprojekt“, so Dedolf.
Sandra Jördens möchte vor allem bestehende Treffpunkte stärker nutzen: „Ich möchte die Nice-Diele und Das West als Orte der Begegnung, des Austauschs und des gemeinsamen Gestaltens für Kinder und Jugendliche nutzen.“ Kinder und Jugendliche würden ihren Stadtteil täglich erleben und könnten deshalb wichtige Perspektiven einbringen, erklärt sie.
Auch Viktor Stuckert kündigt an, direkt mit jungen Menschen ins Gespräch kommen zu wollen: „Deshalb möchte ich direkt mit Kindern ins Gespräch kommen – in Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen.“ Anliegen, Wünsche und Sorgen von Kindern müssten bei der Entwicklung der Ortsteile stärker berücksichtigt werden, sagt er.
Das Pilotprojekt ist Teil des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommunen“. Während der Laufzeit sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie sich Beteiligung von Kindern und Jugendlichen dauerhaft in den Stadtteilen verankern lässt.
Nach Angaben der Stadt könnten die Erkenntnisse später auch auf weitere Ortsräte übertragen werden. Gleichzeitig werde mit dem Projekt eine Vorgabe aus der Hauptsatzung der Stadt Wolfsburg umgesetzt. Diese sieht vor, Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in den Stadt- und Ortsteilen zu entwickeln und auszubauen.
Das Pilotprojekt wurde von der städtischen Kinderbeauftragten im Rahmen des Programms „Kinderfreundliche Kommunen“ initiiert und wird während der gesamten Laufzeit fachlich begleitet. Bis Mai 2027 sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie sich Kinderrechte und Beteiligungsmöglichkeiten dauerhaft in den Stadtteilen verankern lassen.
Hintergrund ist auch die Hauptsatzung der Stadt Wolfsburg. Sie sieht vor, Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in den Stadt und Ortsteilen zu entwickeln, zu erproben und weiter auszubauen. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt könnten später auch auf weitere Ortsräte übertragen werden.